Brit Awards: Kaiser Chiefs räumen ab - DER SPIEGEL
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Brit Awards Kaiser Chiefs räumen ab

Die Newcomer-Band Kaiser Chiefs hat bei der diesjährigen Vergabe der Brit Awards gleich drei Preise ergattert. Der ebenfalls ausgezeichnete James Blunt will nun in Rente gehen. Superstar Robbie Williams ging sang- und klanglos unter.
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London - Die Kaiser Chiefs wurden gestern Abend in London in den Kategorien beste britische Gruppe, bester Live-Act und beste Rock-Darbietung ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung im Earls-Court-Zentrum spielten sie ihren Song "I Predict A Riot". Frontmann Ricky Wilson zeigte sich in seinem Dankeskommentar gerührt, aber wortkarg: "Das bedeutet die Welt für uns."

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Brit Awards: Die Kaiser-Krönung

Foto: REUTERS

Die Awards gelten als der wichtigste britische Musikpreis. Die auch "Gongs" genannten Trophäen werden von der britischen Musikindustrie vergeben; in einigen Kategorien stimmen Leser und Hörer von Musikzeitschriften und Rundfunksendern über die Preisträger ab. Im internationalen Bereich waren U2, Katie Melua, Kelly Clarkson, Madonna, Beck, Jack Johnson, Green Day und Arcade Fire nominiert.

Als bester britischer Künstler sowie bester Pop-Act wurde der Newcomer James Blunt ausgezeichnet, der mit seinem Hit "You're Beautiful" auch die deutschen Charts gestürmt hatte. Der 28-jährige Softie ulkte in seiner Dankesrede: "Ich kann ja nun in Rente gehen."

Blunt setzte sich mit der Auszeichnung gegen einen starken Konkurrenten durch: Superstar Robbie Williams. Entgegen der allgemeinen Erwartung wurde allerdings nicht "You're Beautiful" zur besten britischen Single des Jahres gekürt, sondern "Speed of Sound" der Gruppe Coldplay.

Auch Coldplay sprachen vom vorzeitigen Ruhestand. Sänger Chris Martin kündigte an, die Band werde in Zukunft für Veranstaltungen wie die Brit Awards nicht mehr zur Verfügung stehen. "Ihr werdet uns bei solchen Anlässen für viele Jahre nicht mehr sehen", rief Martin ins Publikum.

Als beste britische Solokünstlerin bekam die Schottin KT Tunstall einen Brit Award; in der Kategorie Beste internationale Künstlerin wurde die große alte Dame der Pop-Musik, Madonna, ausgezeichnet. Bester internationaler Künstler wurde US-Rapper Kanye West, dessen Auftritt von 77 Models begleitet wurde. Sinnfällige Inszenierung: Passend zum Goldjungen des amerikanischen HipHop glänzten die Mannequins mit spärlicher Bekleidung und Edelmetallbemalung.

Als beste internationale Gruppe wurden die US-Rocker von Green Day gewürdigt, die auch den Preis für das beste internationale Album erhielten. Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging an den britischen Pop-Veteranen Paul Weller.

Bester britischer Künstler - James Blunt

Beste britische Künstlerin - KT Tunstall

Beste britische Gruppe - Kaiser Chiefs

Bestes britisches Album - Coldplay (X&Y)

Beste britische Single - Coldplay (Speed of Sound)

Bester britischer Newcomer - Arctic Monkeys

Bester britischer Urban Act - Lemar

Bester britischer Rock Act - Kaiser Chiefs

Bester britischer Live Act - Kaiser Chiefs

Bester Pop Act - James Blunt

Bester internationaler Künstler - Kanye West

Beste internationale Künstlerin - Madonna

Beste internationale Gruppe - Green Day

Bestes internationales Album - Green Day (American Idiot)

Bester internationaler Newcomer - Jack Johnson

Besondere Verdienste um die Musik - Paul Weller

lan/AFP/AP