Pop!: Ending good
Pop! Weihnachtsgabe für Bowie-Jünger
Erstaunlicher Trubel
Es war ein verdammt gutes Jahr für David Bowie. Alles was ihn betraf, sorgte irgendwie für entfesselte Euphorie. Insbesondere sein aktuelles Album "The Next Day", das jüngst für den prestigeträchtigen Mercury Award nominiert wurde, sowie eine Ausstellung in London, die Bowie letztlich heiligsprach. Ein selbst für Pop-Verhältnisse erstaunlicher Trubel, den der Thin White Duke schweigend genoss. Zur Feier des Ganzen wird nun das Bowie-Album "The Next Day" aufgepimpt neu aufgelegt. Aufgeplustert wurde es um eine Bonus-CD mit zehn Extra-Tracks, sowie eine DVD mit vier Videoclips.
Im exzellenten Blog "Superdeluxeedition" wird nun aufgezeigt, welche Wunder es wirkt, sich - so wie Bowie - zehn Jahre rar zu machen. Dann sind alle so begierig auf Neues, dass sie nicht bemerken, dass das neue Bowie-Werk genauso gut ist wie die beiden eher mäßig beklatschten Vorgänger "Reality" und "Heathen". Damit beweist sich Bowie dieser Tage vor allem als Genie im Melken seiner Fan-Scharen, denn von den zehn Bonus-Tracks der Neuauflage sind nur vier tatsächlich neu. Die anderen waren bereits auf einer früheren "Deluxe-Edition" und als "Japanische Bonus-Tracks" zu haben. Hartgesottenen Bowie-Jüngern ist das natürlich egal. Ein Kommentator der "Superdeluxeedition"-Meldung weißt darauf hin, dass er bereits sieben verschiedene Editionen der Bowie-CD sein Eigen nennt, und dass es ihm auf eine weitere auch nicht mehr ankommt.
Ein Buch pro Tag
Wer die große Bowie-Beweihräucherungs-Ausstellung "David Bowie is" in London verpasst hat, kann sie nun in Toronto besuchen. Aus diesem Anlass veröffentlichten die Kuratoren nun eine Liste mit "Bowies 100 Lieblingsbüchern". Was seinen Ruf als gewitzter Künstler unterstreicht. Angeblich liest er gern mal ein Buch pro Tag. Der Liste ist nun zu entnehmen, dass sein Geschmack weit gefächert ist und von Klassikern über Biografien bis hin zu Comics reicht. Eine Liste mit Bowies Lieblingsrezepten soll folgen.
Immer noch Mode-Ikone
Wahrscheinlich muss man es auch als durchdachten Geniestreich werten, dass Bowie zur Zeit seine volle Konzentration dem Modeladen Louis Vuitton zuteil werden lässt. Immerhin stellt er sich ihnen derzeit als Werbemodel zur Verfügung. Wieso, weshalb und warum bleibt natürlich sein Geheimnis.
Feier für Erben
Das heiß erwartete "Breaking Bad"-Finale lieferte eher noch nebenbei einen dezenten Geniestreich mit der effektiven Nutzung des Badfinger-Songs "Baby Blue". Die einst von den Beatles geförderten Briten gelten als besonders tragische Figuren der Pop-Geschichte. Mit ihren Songs wie "Without You" feierten andere Welterfolge, ihre zwei Hauptdarsteller brachten sich um. Jetzt jubeln die Erben, denn die Badfinger-Umsätze gingen dank Breaking Bad durch die Decke.