Die Ärzte können jetzt doch über Spotify gestreamt werden - DER SPIEGEL
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Kein Boykott mehr Ärzte-Songs können jetzt doch über Spotify gestreamt werden

Die Musik der Ärzte gibt es nun auch auf Streamingplattformen wie Spotify. Bisher kritisierte die Band den Dienst stark. Mit ihrem Einlenken steht sie in einer Reihe mit anderen Künstlern, die ihren Boykott aufgegeben haben.
Bela B. und Farin Urlaub (v.l.)
Bela B. und Farin Urlaub (v.l.)

Bela B. und Farin Urlaub (v.l.)

Foto: Kirsten Neumann/ dpa
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Ab sofort sind die Songs der Ärzte auch auf der Streamingplattform Spotify abrufbar. Farin Urlaub, Bela B. und Rodrigo González hatten im September angekündigt, dass ihre Musik ab 16. November auch online gestreamt werden kann.

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Ihren Start bei den Streamingdiensten teilten die Ärzte damals auf ihrer Website mit: Da ihnen die Schönheit und Haptik ihrer Werke am Herzen liege, werde es aber auch weiterhin CDs und Vinylplatten "und außerdem nach längerer Durststrecke auch analoge, heiße und sehr laute Konzerte" geben.

Bisher haben sich die Ärzte dagegen gewehrt, ihre Musik auf Streamingplattformen zu veröffentlichen. In einem Interview mit den "Westfälischen Nachrichten"  hatte Bandmitglied Farin Urlaub im Jahr 2015 die Entscheidung gegen den Streamingdienst damit begründet, dass Spotify "den Musikern einen Hungerlohn zahlen" wolle. "Wenn ich jemandem etwas schenken möchte, dann mache ich das persönlich", sagte er der Zeitung.

Seit Jahren beschweren sich auch andere Künstler, dass der Dienst sie nicht angemessen für die Abrufe ihrer Lieder entlohnt.

Die Ärzte sind nicht die einzigen, die gegenüber Musik-Streamingdiensten eingelenkt haben: Viele andere deutsche Künstler weigerten sich jahrelang, ihre Musik zum Streamen anzubieten - unter anderem die Toten Hosen oder Herbert Grönemeyer.

Auch international gab es Widerstände: Metallica hatte sich lange dagegen gewehrt, dass ihre Musik online angeboten wird. Seit 2012 kann sie bei Spotify abgerufen werden. Taylor Swift zog 2014 medienwirksam ihre Musik von Spotify ab und machte das Streaming neben Piraterie und Filesharing für den allgemeinen Rückgang der Albumverkäufe verantwortlich. Im Sommer 2017 beendete sie ihren Boykott und machte sie wieder über Spotify zugänglich.

cop