Ende des iPod Classic; Mathew Knowles; Kate Bush; Woodlawn Friedhof - DER SPIEGEL
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Pop!: Achtung, Absturz!

Foto: Scott Gries / Getty Images

Pop! Der Tod des digitalen Musik-Pioniers

Das Ende ist mal wieder nah: Apple beerdigt den iPod, Beyoncés Vater stoppt den Familienzank, Kate Bushs Haus droht ins Meer zu fallen, und Miles Davis erwartet auf dem Friedhof neue Nachbarn.
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Bei all dem Tamtam um das von Apple für lau verschleuderte neue U2-Album ging fast unter, dass zeitgleich eine Ära endete. Denn ohne allzu viel Wind darum zu machen, wurde der "iPod Classic" ersatzlos aus dem Programm gestrichen. Also das Gerät, das für die Volldigitalisierung des Pop stand und zu Beginn des Jahrtausends eine neue Kultur des Musikhörens einleitete und dem immerhin in einigen Blogs wie dem der "Washington Post" doch nachgetrauert wird.  Einerseits gelang Apple mit dem zigarettenpackungsgroßen Gerät der Coup, digitale Popmusik kommerziell relevant zu machen, andererseits koppelte die Firma immer wieder überraschende Musik mit iPod-Werbefilmchen und befeuerte so einige Außenseiter-Karrieren. So lieferten die Underground-Stars und Big-Beat-Briten The Propellerheads den Soundtrack zum ersten iPod-Commercial. Es folgten Kollegen wie The Ting Tings, Gorillaz, N.E.R.D. oder Daft Punk. Aber nun ist auch diese Ära abgehakt, was vielleicht zum vollanalogen Vinyl-Revival passt.

Ausgerangelt?

Das vermeintliche Ende der Bilderbuch-Harmonie im Hause Jay-Z schien die weltweit lustvoll vermeldete Fahrstuhl-Rauferei zwischen dem HipHop-Titan und seiner Schwägerin Solange Knowles einzuläuten. Nun, mit etwas Verzögerung, meldet sich Mathew Knowles,  Vater von Solange und Beyoncé sowie Destiny's-Child-Manager, zu Wort und behauptet recht überraschend, dass das alles nur ein großes Missverständnis sei und der Zank nur ein cooler PR-Scoop war. Etwas erstaunlich an seiner These ist, dass Daddy Knowles so lange benötigte, um sie der Welt zu offenbaren. Für die Behauptung spricht allerdings, dass die Umsätze des bis dahin nicht wirklich auffälligen Solange-Albums nach dem familiären Gerangel massiv nach oben gingen.

Abgestürzt?

Eng wird es auch für Kate Bush. Genauer gesagt für ihr Küsten-Anwesen in Devon. Denn während die scheue Britin sich dieser Tage in London auf der Bühne feiern lässt, ist ihr millionenteures Haus vom Absturz bedroht.  Nachdem im vergangenen Jahr ein Teil der Küste wegbrach, muss Bush jetzt entscheiden, ob sie für viel Geld Sicherungsmaßnahmen finanziert oder leise Servus zu ihrem Zweitwohnsitz sagt.

Vorgesorgt?

Wer sich rechtzeitig Gedanken über seinen finalen Wohnsitz machen mag und Jazz schätzt, sollte mal über die Bronx nachdenken. Genauer gesagt über den Woodlawn-Friedhof dort. Da liegen nämlich schon Jazz-Legenden wie Miles Davis, Duke Ellington und Celia Cruz zur ewigen Ruhe gebettet. Weil das auf manche ihrer Verehrer eine gewaltige Anziehungskraft auszuüben scheint, bietet die umtriebige Friedhofsverwaltung nun Grabstätten in der Nähe der "Jazz Corner".  Reservierungen werden ab sofort entgegengenommen.