Festivals 2024: Letztes Melt-Festival geht zu Ende – nach 27 Jahren - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Nach 27 Jahren Letztes Melt-Festival geht zu Ende

In den vergangenen 27 Jahren zog das Melt-Festival über 500.000 Besucher und Acts wie Björk, Deichkind oder die Pet Shop Boys an. Nun fand es zum letzten Mal statt. Der Grund: die hohen Kosten.
Besucher beim Melt-Festival am 12. Juli 2024
Besucher beim Melt-Festival am 12. Juli 2024

Besucher beim Melt-Festival am 12. Juli 2024

Foto: Ben Kriemann / picture alliance / PIC ONE

Noch ein Mal Krawall und Remmidemmi: Auf dem Ferropolis-Gelände in der Nähe der Stadt Dessau-Roßlau in Sachsen-Anhalt ist am Wochenende zum letzten Mal das berühmte Melt-Festival gefeiert worden. In diesem Jahr zog es über 15.000 Besucherinnen und Besucher an, in den vergangenen 27 Jahren waren es insgesamt mehr als 500.000, teilten die Veranstalter mit. Vor allem aufgrund gestiegener Kosten war beschlossen worden, das Festival in Zukunft nicht mehr zu veranstalten.

Fotostrecke

The Party's Over: Das letzte Melt-Festival

Foto: Ben Kriemann / picture alliance / PIC ONE

»Noch ein letztes Mal unter den Baggern der Stadt aus Eisen zu tanzen, gemeinsam fantastische Musik zu entdecken und zu genießen, mit so vielen Gleichgesinnten zusammenzukommen«, sagte Melt-Festivaldirektor Florian Czok, »das hat uns als Team die Welt bedeutet«.

In den vergangenen Tagen standen insgesamt 150 Künstler auf den Melt-Bühnen, darunter der namhafte deutsche DJ Koze, die Berliner Sängerin und Schauspielerin Paula Hartmann und die Londoner Girlgroup Sugababes.

Mehr zum Thema

Das Festival wurde seit 1997 veranstaltet. In den 27 Jahren Melt-Festival traten dort unter anderem die Krawall-Dadaisten Deichkind auf, die britischen Electropop-Legenden Pet Shop Boys und die isländische Musikerin Björk. Seit 1999 diente das frühere Braunkohle-Tagebau-Areal mit seinen ausgedienten Baggern als Kulisse.

Ende Mai dieses Jahres gaben die Festivalmacher bekannt, dass es das Melt in diesem Sommer das letzte Mal geben werde. Vor der Coronapandemie hatten die Besucherzahlen bei etwa 25.000 gelegen.

skr/dpa