"Gonna Fly Now": Trompeter Maynard Ferguson gestorben - DER SPIEGEL
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"Gonna Fly Now" Trompeter Maynard Ferguson gestorben

Er tourte mit Stan Kenton und wurde mit dem "Rocky"-Titelsong zum Weltstar: Maynard Ferguson bewegte sich souverän zwischen allen Genres und blieb bis ins hohe Alter ein energischer Performer. Jetzt ist der kanadische Jazz-Trompeter im Alter von 78 Jahren gestorben.
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"Maynard, wann hörst du endlich mit dem ganzen Blödsinn auf und kommst mit mir mit?", soll ihn Duke Ellington einmal gefragt haben. Ein Kompliment, an das sich Maynard Ferguson noch Jahrzehnte später erinnern sollte. "Das ist das einzige, was mir fehlt", sagte er dem amerikanischen Jazz-Magazin "Down Beat" in einem Interview. "Ich hätte gern mit Ellington gespielt."

Die Liste jener Musiker, mit denen Ferguson arbeitete, ist auch ohne den Duke beeindruckend: John Coltrane, Oscar Peterson, Gil Evans und Miles Davis hat er begleitet; in Stan Kentons Orchester sorgte er für den guten, das hieß vor allem strahlenden Ton.

Wie Kenton wurde Ferguson selbst einer der großen Bandleader des modernen Jazz; bis ins hohe Alter tourte er durch Amerika und Europa. In Deutschland gastierte er zuletzt im Jahr 2000 im Bayerischen Hof in München, wo er aufgrund von Gehörproblemen laut bis zur Schmerzgrenze spielte. "Der ganze Abend war daher ein Schwanken zwischen Tinnitus und Enthusiasmus", witzelte respektvoll die "Süddeutsche Zeitung".

Über 60 Platten nahm Ferguson auf, war in den Fünfzigern Liebling der Hollywoodstars, entdeckte in den Sechzigern Indien und Thailand als Quellen spiritueller Stärkung und ließ sich selbst vom Beatnik-Vordenker Timothy Leary, mit dem er Eishockey spielte, nicht zum Drogenkonsum verleiten. Denn Vorrang hatte für Ferguson, der mit dem "Rocky"-Titelstück "Gonna Fly Now" Weltruhm erlangte, immer der Jazz: "Das Wichtigste ist, dass ich mich gut fühle, mir mit meiner Musik Freude bereite."

dan