Imagepolitur: US-Rapper wollen netter werden - DER SPIEGEL
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Imagepolitur US-Rapper wollen netter werden

Gemeine Ausdrücke und Texte, in denen es um Sex und Gewaltverbrechen geht, sind zwar fortan kein Tabu. Amerikas Rap-Musiker wollen aber künftig auf CD-Covern ausdrücklich davor warnen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das beschlossen führende Rapper auf einer mehrtägigen "Hip-Hop-Gipfelkonferenz", die in New York stattgefunden hat. An dem Treffen nahmen auch Musikproduzenten und Vertreter afro-amerikanischer Gemeinden teil.

"Wir haben erkannt, wie viel Einfluss wir ausüben und wir sind bereit, dies auf eine positive Weise zu tun", sagte Rap-Mogul Sean Combs alias P. Diddy, vormals Puff Daddy, der im März in einem Prozess vom Vorwurf des unerlaubten Waffenbesitzes frei gesprochen worden war. "Wir sind erwachsen geworden."

Der Sinneswandel in Rapperkreisen kommt nicht von ungefähr. Hip-Hop ist inzwischen die am schnellsten wachsende Sparte der populären Musik Amerikas geworden. Nach Statistiken der Musikindustrie wurde mit Rap im vergangenen Jahr ein Umsatz in Höhe umgerechnet 4,3 Milliarden Mark erzielt. Das sind fast 13 Prozent des gesamten US-Musikmarktes. Politiker hatten in letzter Zeit immer wieder staatliche Eingriffe gefordert, wenn die Rapper nicht selbst für eine "Säuberung" sorgen sollten.

Neben der freiwilligen Selbstbeschränkung in den Texten und im Gehabe verpflichteten sich die Rapper auch, humanitäre Hilfsprojekte für junge Leute in Armenvierteln großzügiger zu unterstützen.