Jazz: Neue CDs - DER SPIEGEL
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Jazz Neue CDs

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Diverse: "Higher Ground" (Blue Note)

Von der Sängerinnen-Elite sind Diana Krall, Norah Jones und Cassandra Wilson dabei. Joe Lovano und Terence Blanchard treten auf. Wynton Marsalis leitet das Lincoln Center Jazz Orchestra und eine an Louis Armstrong erinnernde "Hot Seven". Anlass für das Gipfeltreffen war ein Benefizkonzert in New York für die Opfer des Hurrikans Katrina. Dessen Einnahmen wie auch die Erlöse des tollen Albums gehen nach New Orleans.

Liane Carroll: "Standard Issue" (Splash Point)

Bei einem Schönheitswettbewerb hätte die junge Sängerin keine Chance gegen das Heer ihrer Rivalinnen aus Deutschland oder Skandinavien. Aber ihre Stimme und ihr Feeling lassen die anderen Rising Stars in Europa blass und kraftlos aussehen. Liane Carroll wurde 2005 von der BBC als Großbritanniens beste Jazzmusikerin ausgezeichnet. Denn genau so brillant wie mit ihrer Stimme improvisiert sie auch auf dem Flügel und dem Fender Rhodes Keyboard.

Renaud Garcia-Fons Trio: "Arcoluz" (Enja)

Seine Bewunderer nennen den Franzosen "Paganini des Kontrabasses". So wie der italienische Virtuose vor 200 Jahren aus der Violine neue Töne zauberte, lässt Garcia-Fons seinen fünfsaitigen Bass ungewöhnlich klingen: Mit seiner speziellen Bogentechnik holt er aus dem Instrumente Klänge, die ans Cello erinnern. Das Konzert des Garcia-Fons Trios wurde auf Schloss Elmau aufgenommen und erscheint auf CD und DVD.

Geir Lysne Listening Ensemble: "Boahjenásti" (Act)

Die Bigband aus Norwegen verbindet Rock und Jazz mit Folklore. So setzt Arrangeur Lysne den Oberton-Gesang der Ureinwohner Lapplands gegen kristallklare Bläsersätze und eine rockende Rhythmusgruppe. Ihn inspirierte wohl eine Gemeinsamkeit: Wie der Scat im Jazz brauchen auch Songs der Lappen keine Worte. Lysnes Band wurde 2001 beim Jazzfest Berlin entdeckt - und überrascht seitdem immer wieder die Szene.