Dianne Reeves: "Good Night, And Good Luck" (Concord). Ab 31.3.
Als Jazz-Fan (und Neffe der 2002 verstorbenen Sängerin Rosemary Clooney) engagierte Hollywood-Star George Clooney Dianne Reeves für seinen Film "Good Night, And Good Luck". Eine exzellente Wahl. Die Diva und ihr Quartett sorgen nicht nur für den Soundtrack, sondern sind in dem im TV-Milieu spielenden Film auch bei ihrer Arbeit zu sehen. Reeves interpretiert mit ihrer wohlklingenden Stimme Jazz-Standards wie "How High The Moon". Auch wegen der Musik lohnt ein Filmbesuch.
Philipp van Endert Trio: "Khilebor" (JazzSick Records)
Für seine zweite CD hat Gitarrist van Endert sein bewährtes Trio (mit André Nendza, Bass, und Christoph Hillmann oder Kurt Billker, Schlagzeug) um drei Bläser erweitert: Flügelhorn, Saxophon und Posaune sind in originellen Arrangements und flüssigen Soli zu hören. Bei der Van-Endert-Komposition "So Close" wechselt Posaunist Adrain Mears zeitweilig zum australischen Eingeboreneninstrument Didgeridoo.
Elvis Costello: "My Flame Burns Blue" (Deutsche Grammophon)
Der britische Popstar reist seit langem durch die musikalischen Genres. Beim Haager North Sea Jazz Festival entpuppte sich Costello als fulminanter Jazz-Vokalist. Mit einer von Vince Mendoza geleiteten niederländischen Big Band im Rücken singt er Kompositionen von Charles Mingus und Billy Strayhorn und präsentiert eigene Erfolgsstücke in völlig neuer Form. Ist das der Einfluss von Diana Krall, der Jazz-Pianistin und -Sängerin, die Costello 2003 geheiratet hat?
Cassandra Wilson: "Thunderbird" (Blue Note). Ab 31.3.
Ein Sample mit indianischer Stammesfolklore unter dem ersten Titel dokumentiert Wilsons Interesse an den Wurzeln amerikanischer Musik. Die aus Jackson (Mississippi) stammende Sängerin sucht ständig neue Impulse und entwickelt dabei einen poppigbluesigen Folk-Jazz, der ein breites Publikum anspricht. Das Magazin "Time" kürte Wilson zu "Amerikas bester Sängerin".