Rapper ruiniert Architektenhaus in Malibu Kanye West zahlte Millionen für ein Designerhaus – und ließ es bis auf den Beton demontieren
Kanye West in Inglewood, Kalifornien
Foto:Scott Dudelson / Getty Images
Dass der Rapper Ye, 47, bekannt geworden unter seinem bürgerlichen Namen Kanye West, sich für eine Ausnahmebegabung hält, ist lange bekannt. Kein Genie der Menschheitsgeschichte ist vor seinem Zugriff sicher, er verglich sich schon mit Michelangelo, Einstein, Steve Jobs und Donald Trump. Nun ist es tatsächlich keinem Rapper gelungen, ähnlich erfolgreich in ein anderes Feld zu expandieren wie Ye. Ein großer Teil seines zeitweilig auf zwei Milliarden Dollar geschätzten Vermögens kommt aus seiner Tätigkeit als Designer, der »Yeezy« ist einer der erfolgreichsten Sportschuhe aller Zeiten. Nach antisemitischen Äußerungen von Ye stellte Adidas allerdings im Herbst 2022 die Zusammenarbeit ein.
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Was aber auch passieren kann, wenn Selbstüberschätzung, riesige Mengen Geld und ein Umfeld, in dem niemand Nein sagt, zusammenkommen, erzählt nun eine Geschichte aus dem Magazin »New Yorker« . Im Sommer 2021 kaufte Ye eine Strandvilla in Malibu, die der japanische Stararchitekt und Pritzker-Preisträger Tadao Ando gebaut hatte. Ein Gebäude, das so sehr Haus wie Betonskulptur ist, Ye zahlte 57,3 Millionen Dollar. Allerdings, so erzählt es ein anderer für Ye arbeitender Architekt, habe dem Rapper von Anfang an »das Innere« nicht gefallen, was einigermaßen bizarr ist, denn Andos größte Gabe ist sein Gespür für Räume und der Perfektionismus, mit denen er das Innere seiner Häuser gestaltet.
“We were all devastated,” an L.A. architect said, recalling the first time he saw images of the changes Kanye West made to a Malibu house designed by Tadao Ando. “It was this beautiful piece of architecture, and it’s really destroyed.” https://t.co/sDR3myEWKy
— The New Yorker (@NewYorker) June 11, 2024
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Ye wollte alles anders und engagierte einen jungen Mann, der mit ein paar Helfern und dem Vorschlaghammer begann, die Villa zu bearbeiten, bis nichts mehr übrig war außer dem Betonrohbau. Sogar die Panoramafenster zum Meer wurden herausgeschlagen. Da Ye angeblich »Angst vor Treppen« habe, sollten die riesigen breiten Treppen durch Rampen ersetzt werden. Dann kam allerdings das Ende der Zusammenarbeit mit Adidas und Ye ging das Geld aus. Nun steht das Gebäude wieder zum Verkauf. Es wieder in den Ursprungszustand zu versetzen, soll mehr als zehn Millionen Dollar kosten.