Madonna in concert: Berlins neuer Bürgermeister in der ersten Reihe - DER SPIEGEL
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Madonna in concert Berlins neuer Bürgermeister in der ersten Reihe

Berlin im Madonna-Rausch. Am Dienstag gab die "Göttliche" ihr erstes Konzert seit 11 Jahren in Berlin. Über 10.000 Fans und Ehrengästen lauschten ihrer 95 Minuten-Show. Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze...
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Berlin - Der neue Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit ist ein glücklicher Mann. Zwei Tage ist er erst im Amt, und schon kann er einen der Vorzüge des Politiker-Jobs genießen. Gemeinsam mit dem deutschen Universal-Chef Tim Renner wird der SPD-Politiker nämlich neben den Dutzenden von anderen Prominenten in den besten Reihen beim Madonna-Konzert sitzen.

Über die Gästeliste beim ersten Gig der Pop-Diva in Berlin jedoch halten die Veranstalter noch die Hand. Sicher ist aber, dass zum Beispiel der Komiker Otto oder die Girlie-Band No Angels zu dem Konzert kommen werden. "Ein bisschen Spannung muss ja doch noch sein", sagte ein Sprecher der Plattenfirma WEA am Dienstag.

Kommt sie noch zur Party oder nicht?

Gegen 20 Uhr soll die Show dann starten und etwa 90 Minuten dauern. Vorher hat die Plattenfirma für Prominente und Politiker noch eine Party in Berlin-Mitte organisiert, von wo es dann mit Bussen direkt zur Halle im Bezirk Prenzlauer Berg geht. Und auch nach dem ersten Deutschland-Konzert von Madonna seit elf Jahren sollen die ausgewählten Gäste dort noch einige Stunden feiern. Ob der Star selbst nach dem Konzert noch zur Party kommt, ist ungewiss - bei ihrem letzten Konzert in Barcelona warteten die Promis vergeblich auf Madonna.

In der Max-Schmeling-Halle ist die Bühne mittlerweile aufgebaut. Mehr als 200 Helfer - die meisten kamen mit Madonna und begleiten ihre ganze Tour - haben zwei Tage den Inhalt von rund 20 Sattelschleppern in die Halle verfrachtet und aufgebaut. "Das Ganze ist absolut einmalig, die ganze Konstruktion hängt an der Decke", sagte der Konzertveranstalter Marek Lieberberg. Dazu haben die Roadies 40 Haltepunkte in der Decke der Halle befestigt, die jetzt mehr als 50 Tonnen Gewicht tragen müssen. Der Vorteil der Installation: Auf der Bühne selbst ist kaum Technik und viel Platz zum Tanzen.

Den letzten Check macht Madonna selbst

Madonna selbst wird sich den Aufbau am Dienstagnachmittag noch mal genau ansehen und alles begutachten. Aus Erfahrung wissen die Konzertmanager, dass meistens noch kleine Änderungen an den Aufbauten vorgenommen werden müssen, da die Pop-Queen auf absolute Einhaltung ihrer Planung besteht. Danach findet noch eine kurze Probe statt, und dann geht es los.

Die Fans, die außerhalb der Halle bereits Stellung bezogen haben, werden von den Proben allerdings nichts mitbekommen - schon zu Beginn hatten die Helfer alle Fenster abgehängt, um Blicke zu verhindern. Insgesamt wirkt die Halle schon seit Montag wie ein Sicherheitstrakt. Überall stehen Wächter um die Halle, die verhindern sollen, dass Fans hineingelangen. An jeder Tür werden die Ausweise der Arbeiter gecheckt. Das Madonna-Management SFX verbot sogar, dass Journalisten beim Aufbau drehten oder Fotos machen. "Die Amis haben Angst, dass jemand ihnen ihre Tricks abguckt", erklärte Marek Lieberberg.

Geheimer als ein Staatsgast

Ähnlich geheim geht es um Madonna selbst zu. Noch immer ist ihr Hotel nahe der Friedrichstraße belagert von Fotografen und Fans. Doch bisher bekamen sie nicht viel zu sehen. Gestern Nachmittag verließ das Kindermädchen kurz die Nobel-Herberge, um gemeinsam mit Madonnas Sohn Rocco zuerst bei einem Spielzeugladen Halt zu machen und dann in einem exklusiven Bioladen Gemüse und Müsli zu kaufen. Madonna selbst jedoch blieb unsichtbar.


Bildergalerie Madonna: Wandlungsfähige Popqueen

Erst am Montagabend verließ sie gegen 21 Uhr mit einer ganzen Eskorte von Vans und Limousinen die Tiefgarage des Hotels. Offenbar jedoch hat der Superstar seine Bodyguards knallhart eingeschworen, denn die schrecken vor nichts zurück, um Madonna abzuschirmen. Als die Kolonne aus der Garage hoch fuhr, stellte sich der erste Wagen auf der Straße quer, um Verfolgern den Weg abzuschneiden.

Wo es dann hin ging, weiß bisher niemand - außer Konzertveranstalter Lieberberg, und der schweigt: "Die Truppe war in Mitte essen, mehr darf ich nicht sagen."

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