Max Romeo, 80: Der den Teufel jagte - DER SPIEGEL
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Zum Tode von Max Romeo Der den Teufel jagte

Der Reggaemusiker stand für eine große Bandbreite innerhalb des Genres: Sex und Politik und Religion, er ließ alles einfließen in sein Werk. Auf Jamaika geboren, kam er früh zur Musik, arbeitete mit Größen wie Keith Richards und anderen Musikern. Jetzt ist Max Romeo im Alter von 80 Jahren gestorben.
• aus DER SPIEGEL 17/2025
Reggaestar Romeo: Musikalische Männerfantasie
Reggaestar Romeo: Musikalische Männerfantasie

Reggaestar Romeo: Musikalische Männerfantasie

Foto: Photoshot / ddp

Seine Karriere umspannte beide, sich eigentlich ausschließende Pole des Reggae: das sexuell Explizite und das messianisch Politische. Bekannt wurde Max Romeo 1969 mit »Wet Dream«. Die musikalische Männerfantasie erreichte Platz zehn der englischen Charts, wurde von der BBC aber aufgrund ihres Textes verbannt.

Auf die Frage, warum er das Lied aufgenommen habe, sagte Romeo später, dazu habe ihn der Teufel gebracht. Da hatte er im Zuge der Rastafaribewegung längst eine neue Innerlichkeit entdeckt, geprägt sowohl vom gegen das Establishment gerichteten Zeitgeist als auch von den biblischen Schriften. 1976 veröffentlichte Romeo das Album »War Ina Babylon«, es gilt als sein Meisterwerk und enthält den Song »Chase the Devil«, heute einer der Klassiker der Gattung.

Geboren im November 1944 auf Jamaika unter dem Namen Maxwell Livingston Smith, arbeitete Romeo auf einer Zuckerrohrplantage, bevor er mit 18 Jahren bei einem Talentwettbewerb entdeckt wurde. «War Ina Babylon« war unter Mithilfe von Lee »Scratch« Perry entstanden, dem bedeutendsten aller Reggaeproduzenten. Später arbeitete Romeo mit den Rolling Stones, auf deren Album »Emotional Rescue« er zu hören war. Deren Gitarrist Keith Richards produzierte danach ein Album von Romeo.

Der dauerhafte internationale Erfolg blieb ihm trotzdem verwehrt. Nach etlichen Jahren in New York zog er zurück in seine Heimat, dort allerdings galt seine Musik mittlerweile als zu religiös.

Max Romeo starb am 11. April auf Jamaika.

sha
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