Zoff im Opernhaus Met will Künstler aussperren
Metropolitan Opera in New York: Streit um Arbeitsverträge
Foto: Henny Ray Abrams/ APPeter Gelb, Chef des Opernhauses, hat seinen Mitarbeitern einen Brief geschrieben. Drin steht, dass er ein solch "unglückliches Ereignis" lieber vermeiden würde. Gleichwohl müsse die Met ihre Kosten senken.
Scheitern die Verhandlungen, will Gelb die Türen schließen und bewachen lassen. Nur Mitarbeiter, die nicht in der Gewerkschaft organisiert sind, dürften die Met dann noch betreten. Die Proben für die anstehende Aufführung von Mozarts "Le Nozze de Figaro" (Die Hochzeit des Figaro) müssten unterbrochen werden.
300 Millionen Dollar hat die Met pro Jahr zur Verfügung. 259 Millionen investiere das Opernhaus in Gehälter und Zusatzleistungen an die rund 3600 Mitarbeiter, darunter etwa 300 Solokünstler.
Doch seit dem Jahr 2011 beklagt selbst die Met schwindende Zuschauerzahlen. Deshalb wurden Opern in die Kinosäle aller Welt übertragen - es half nur wenig. Das Unternehmen werde zunehmend abhängig von Spenden, heißt es von den Betreibern.
Musiker des Orchesters bezeichneten die Strategie als "zynisch", die Ausgaben des Hauses als "verschwenderisch". Die finanziellen Probleme seien Stücken geschuldet, die weder Zuschauer noch Kritiker gemocht hätten. In einem Statement heißt es: Seine Gefühllosigkeit, sein Versagen als Manager sowie seine fehlende künstlerische Vision hätten dazu geführt, dass die Zuschauer wegblieben. Damit setze er die Lebensgrundlage der Künstler aufs Spiel.