Neil Young, Lily Allen, Jackie Chan - DER SPIEGEL
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Pop!: Geld gegen Poster

Foto: Gareth Cattermole/ Getty Images

Pop! Neil Youngs Pono-Revolution

Neil Young hasst CDs und MP3s. Das ist kein Geheimnis. Nun stellt er Pono vor, ein Soundsystem, das den Klang revolutionieren soll. Lily Allen pflichtet einem Fan bei: Ja, meine neuen Songs sind einfach furchtbar. Und Handkanten-Legende Jackie Chan steigt ins Pop-Business ein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Schrott-Sound

Seit Ewigkeiten beklagt Neil Young die grauenhafte Qualität digitalisierter Musik. Nun hat der Poncho-Träger seinen beständigen Ankündigungen, eine tolle Alternative zu MP3- und CD-Klängen zu bieten, tatsächlich Taten folgen lassen. "Pono" taufte er das Soundsystem, das er sich nun mittels der Crowdfunding-Webseite Kickstarter  finanzieren lassen will. Geboten werden ein tobleroneförmiges Abspielgerät, der "Pono-Player", sowie entsprechend Pono-formatierte Musik. "We were selling Shit", tönte der streitbare Alt-Rocker  bei einer Rede, die er beim Branchentreff SXSW in Texas hielt. Dass "Pono" dagegen überwältigend klingen soll, behauptet nun eine eindrucksvolle Riege aufgekratzter Neil-Young-Kumpels wie Elton John, Sting, Rick Rubin und Bruce Springsteen in einem kurzweiligen Kickstarter-Pono-Werbefilm. Mehr als eine Million Dollar hat Neil Young in kurzer Zeit eingesammelt, obwohl er eigentlich nur 800.000 Dollar brauchte. Wer ihm noch mehr überweisen möchte, bekommt dafür signierte Poster, limitierte Pono-Player oder gar eine Einladung zum VIP-Dinner mit Neil Young.

Schrott-Pop

Dass Musiker von ihren Fans gerne mal online beschimpft werden, gehört längst zum digitalen Alltag. Aber der Fan, der die Britin Lily Allen antwitterte, was für ein Schrott ihre neuen Singles seien, dürfte dann doch überrascht gewesen sein, als die Sängerin ihm nicht nur antwortete, sondern auch beipflichtete.  Ja, da sei sie seiner Meinung, aber die Verantwortlichen bei ihrer Plattenfirma und den großen Radiosendern wollten leider ihre besseren Songs nicht haben, unkte die Musikerin. Ob ihr für die nahe Zukunft angekündigtes Comeback-Album auch schrottreif sei, verriet Lily Allen aber nicht.

K-Schrott?

Bislang war Jackie Chan eher für durchschlagende Erfolge im Filmgeschäft bekannt. Nun scheint der Kampfsport-Superstar ins Popgeschäft einsteigen zu wollen. Angeblich ist er der Strippenzieher hinter der K-Pop Band JJCC, berichten chinesische Medien.  Er soll das Buben-Quintett rekrutiert, trainiert und produziert haben. Was nicht so absurd ist wie es anmutet, da Chan in Peking an der Opernschule Musik studierte und seit 1984 fünfundzwanzig eigene Alben veröffentlichte.