Oper Herbert Wernicke überraschend gestorben
Wernicke galt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Opernregisseure. Er arbeitete unter anderem für die Salzburger Festspiele und die Opernhäuser in München, Venedig, Madrid und New York.
Sir Peter Jonas, Intendant der Münchner Staatsoper, nannte Wernickes Tod eine "Katastrophe für uns alle, die wir mit ihm gearbeitet haben und auch weiterhin arbeiten wollten." Die Welt des Theaters von New York bis München verliere einen überragenden Künstler, der mit brillanten visuellen und dramaturgischen Konzepten zu bewegen verstanden habe.
Herbert Wernicke, der in Braunschweig und München Musik studiert hatte, begann seine Karriere als Bühnenbildner in Landshut, Wuppertal und Berlin. Nach Aufträgen in ganz Europa führte ihn ein Engagement für Richard Strauss' "Frau ohne Schatten" im letzten Jahr an die Metropolitan Opera in New York. In München begann der Regisseur vor zwei Monaten zusammen mit Zubin Mehta, Generalmusikdirektor an der Münchner Staatsoper, Richard Wagners "Ring der Nibelungen" mit dem "Rheingold". Seine letzte Regiearbeit, die "Walküre", soll wie geplant am 30. Juni die Münchner Opern-Festspiele eröffnen, kündigte Sir Peter Jonas an.