Opernvertrag Gysi vertritt Barenboim
"Es ist allgemein bekannt, dass ein neuer Vertrag anwaltlicher Begleitung bedarf. Es bietet sich an, damit möglichst jemanden zu betrauen, der an Kunst und Kultur interessiert ist", teilte Daniel Barenboim der Berliner Tageszeitung "Kurier" mit. Gysi werde "sehr schnell" die Forderungen für Barenboims Vertragsverlängerung über das Jahr 2002 hinaus formulieren und an den parteilosen Kultursenator Christoph Stölzl weiterleiten.
"Stiftung Preußische Staatsoper" erwogen
Gysi erwäge, eine von Bund und Land getragene Stiftung "Preußische Staatsoper Berlin" als neue Rechtsform der Staatsoper vorzuschlagen. Darin gesammelte Sponsorengelder könnten die Spender dann von der Steuer absetzen.
Mit dem Verkauf von Buttons und Auflebern ("Rettet die Staatsoper"), die ein brennendes Opernhaus zeigen, werden derzeit in Berlin bereits in kleinerem Rahmen Spendengelder gesammelt. Außerdem hatte Kanzler Gerhard Schröder Barenboim im November eine zusätzliche Finanzspritze des Bund in Höhe von 3,5 Millionen Mark zugesichert. Barenboim hatte sich die Gunst des Kanzlers beim Beethoven-Konzert seines Ochester "gegen Rechts" am 9. November vor dem Brandenburger Tor erspielt.