Ozzy Osbourne: Bilder aus dem Leben einer Kultfigur - DER SPIEGEL
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Zum Tod von Ozzy Osbourne Aus dem Leben einer Kultfigur

Ozzy Osbourne prägte den Heavy Metal wie kaum ein anderer, als Solokünstler und als Sänger von Black Sabbath. Bilder eines verrückten Lebens.
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Es war der Start einer großen Karriere: 1968 gründete Ozzy Osbourne mit seinen Schulfreunden Tony Iommi, Geezer Butler und Bill Ward die Band »Earth«, ein Jahr später wurden sie zu Black Sabbath. Ihr gleichnamiges Debütalbum erschien 1970. Statt Blues und Jazz wie in den ersten Monaten war darauf schon harter Gitarrenrock zu hören.

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In seine Heimat Birmingham zog es den Rockstar immer wieder zurück – hier mit Gitarrist Tony Iommi 1977. Für Osbourne war es das vorerst letzte Jahr bei Black Sabbath. Die Aufnahmen zum Album »Never Say Die!« konnte er nicht mehr beenden, zu sehr war sein Leben von Drogen- und Alkoholexzessen gezeichnet. Die Bandmitglieder trennten sich von ihm. Bill Ward nannte das später den »Tag, an dem die Band implodierte.«

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Ozzy Osbourne begann eine Solokarriere auf Anraten der Tochter des Black-Sabbath-Managers Don Arden. Sie sollte lange Teil seines Lebens bleiben. »Sharon wurde in das Geschäft hineingeboren. Du kannst nichts an ihr vorbeischmuggeln, weil sie einfach sagt: Verdammt, ich weiß, was du vorhast«, sagte Osbourne später über sie.

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Für das Covershooting für sein zweites Album »Diary of a Madman« stand Osbourne 1981 mit seinem Sohn Louis vor der Kamera. Den Spitznamen »Madman« soll er sich unter anderem durch eine ungewöhnliche Verhandlung mit einer Plattenfirma eingehandelt haben: Zu dem Termin brachten er und Arden zwei Tauben mit, einer biss Osbourne vor den Augen der Anwesenden den Kopf ab.

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Mit Sharon Arden, die er 1982 heiratete, hat Osbourne drei Kinder: Kelly Lee, Jack und Aimee Rachel. Der Musikzeitschrift »Rolling Stone« sagte Osbourne einmal: »Ich war weniger ein Vater als ein zusätzliches straffälliges Kind für meine Frau.« Bei der Geburtstagsfeier seiner sechsjährigen Tochter Aimee trank er so viel Wodka, dass er im Vollrausch versuchte, Sharon zu erwürgen. Er wachte in einer Gefängniszelle auf und konnte sich an nichts erinnern.

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In den späten Achtzigerjahren nahm Osbournes Solokarriere weiter an Fahrt auf. Zwischen 1980 und 1995 veröffentlichte er sieben Alben, die in den USA alle mit Mehrfachplatin ausgezeichnet wurden.

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2002 startete die Doku-Soap »The Osbournes« über das Leben von Ozzy, Sharon, Kelly und Jack. Im selben Jahr enthüllte Ozzy Osbourne im Beisein seiner Familie seinen Stern auf dem »Walk of Fame« in Los Angeles. Die Show lief bis 2005 und gewann einen Emmy-Award. Dem »Prince of Darkness« verhalf sie zu einem Comeback, er veröffentlichte unter anderem ein »Best of«-Album.

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Mit Black Sabbath gab es zwischenzeitlich eine Reunion: 2013 schnellte die Band mit der Comeback-Platte »13« und Osbourne als Frontmann wieder an die Spitze der Charts, bevor sie sich 2016 und 2017 mit ihrer »The End Tour« von ihren Fans verabschiedeten.

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Osbournes letztes Album war 2022 »Patient Number 9«. Darauf sind viele Gastmusiker zu hören, unter anderem sein ehemaliger Bandkollege Tony Iommi. Im Februar 2023 teilte Osbourne mit, wegen gesundheitlicher Probleme nicht mehr auf Tournee zu gehen. Zuvor hatte er seine Parkinsonerkrankung öffentlich gemacht.

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Am Ende war es aber doch kein Abschied für immer. Am 5. Juli 2025 spielten Black Sabbath unter dem Motto »Back to the Beginning« ein letztes Konzert in Birmingham. 17 Tage später ist Ozzy Osbourne im Beisein seiner Familie gestorben.

Foto: Andy Buchanan / AFP

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