Reinhard Mey bedankt sich bei Haftbefehl für unerwarteten Charterfolg für »In meinem Garten« - DER SPIEGEL
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Platz 15 für »In meinem Garten« Reinhard Mey bedankt sich bei Haftbefehl für unerwarteten Charterfolg

Die Dokumentation über den Rapper Haftbefehl bewegt nicht nur viele Menschen, sondern auch die deutschen Musikcharts. Ein mehr als 50 Jahre altes Lied von Reinhard Mey ist auf einmal in den Charts. Der Sänger freut sich.
Reinhard Mey bei einer Weihnachtsfeier für Obdachlose
Reinhard Mey bei einer Weihnachtsfeier für Obdachlose

Reinhard Mey bei einer Weihnachtsfeier für Obdachlose

Foto:

Rolf Müller / IMAGO

Die Doku »Babo – Die Haftbefehl-Story« ist derzeit ein großes Gesprächsthema in Deutschland. Neben Diskussionen über die Verbindung von Rap und Drogen, vom Einfluss sozialer Umstände auf den Lebensweg und die Rolle von Wegbegleitern des Rappers Haftbefehl  hat die aufwühlende Künstlerbiografie aber auch unerwarteten Einfluss auf die deutschen Musikcharts.

Das Lied »In meinem Garten« von Reinhard Mey spielt in der Dokumentation eine Rolle und erlebt deswegen ein überraschendes Comeback. Nun hat sich Mey bei Haftbefehl für seinen späten Charterfolg bedankt. »Danke, Aykut, für Deine Zuneigung und all das, was gerade daraus in unserem Garten erblüht«, wandte sich der 82-Jährige in Anspielung an sein Lied auf seiner Internetseite an Haftbefehl,  der bürgerlich Aykut Anhan heißt.

»In meinem Garten« aus dem Jahr 1970 landete auf Platz 15 der deutschen Charts. »Es ist nach ›Annabelle, ach Annabelle‹ (1972, Platz 29) und ›Mann aus Alemannia‹ (1974, Platz 18) Meys dritter – und bislang höchstplatzierter – Charthit«, teilte GfK Entertainment mit.


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In einer Szene der Netflix-Dokumentation spielt Haftbefehl »In meinem Garten« ab und singt mit. Der Film ist derzeit ein großes Gesprächsthema. Er spannt einen Bogen von dem kometenhaften Aufstieg von Haftbefehl als Musiker bis hin zu psychischen Problemen und Drogenkonsum, die fast in den Tod führen.

Die einen feiern ihre Loyalität zu ihrem suchtkranken Mann, andere verurteilen sie dafür: Die Doku über den Rapper Haftbefehl hat auch eine Debatte über dessen Frau Nina Anhan ausgelöst. Warum sie weder heilig noch mitschuldig ist. Lesen Sie hier die Kolumne von Samira El Ouassil .

svs/dpa