Screamin' Jay Hawkins: Erbensuche per Internet - DER SPIEGEL
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Screamin' Jay Hawkins Erbensuche per Internet

Nach eigener Schätzung hat der kürzlich verstorbene Rhythm&Blues-Exzentriker Screamin' Jay Hawkins 57 Kinder in die Welt gesetzt - Verbleib zumeist unbekannt. Nun sollen die verschollenen Nachkommen über das Internet ausfindig gemacht werden.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Los Angeles - Die Asche von Screamin' Jay Hawkins ist zwar schon längst über dem Atlantik verstreut. Doch bevor der letzte Wille des mit 70 Jahren in Paris gestorbenen Rhythm&Blues-Meisters verlesen wird, sollen alle seine Kinder zusammenkommen.

Das allerdings könnte ziemlich schwer werden, wird dem für seine bizarren Live-Auftritte bekannten Hawkins ("I Put A Spell On You") doch nachgesagt, in seiner besten Zeit bis zu 14 Groupies pro Abend vernascht zu haben. Hawkins selbst schätzte zu seinen Lebzeiten die Zahl seiner Kinder vorsichtig auf 57.

Um die Nachkommen ausfindig zu machen, hat ein Freund des Altmeisters die Website Jayskids.com  ins Leben gerufen. Dort haben Erbschaftsanwärter die Möglichkeit, Kontakt zur Familie aufzunehmen. Voraussetzung: Die Verwandtschaft muss möglichst glaubhaft belegt werden können.

Ob die Beweisführung der vermeintlichen Nachfahren in allen Fällen hieb- und stichfest ist, darf bezweifelt werden. Viele Kandidaten halten ohnehin die geistige Verwandtschaft für weitaus wichtiger. Ein unbekannter E-Mail-Schreiber aus Queens: "Ich sehe aus wie er, ich schreie beim Orgasmus - und wer weiß, mit wem sich meine Mutter in ihrer wilden Jugend rumgetrieben hat?"

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