Soul-Star: Pointer Sister June gestorben - DER SPIEGEL
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Soul-Star Pointer Sister June gestorben

Ob Country, Soul oder Disco: Die Pointer Sisters sind in vielen Genres zu Hause und blicken auf eine jahrzehntelange Karriere zurück. Jetzt verlor das Quartett eines seiner Gründungsmitglieder: June Pointer erlag einem Krebsleiden.
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New York - Ihr Song "Fairytale" wurde später von Elvis gecovert, der Country-Hit brachte ihnen nationalen Ruhm und einen Grammy ein. Die Pointer Sisters waren also nicht von Anfang an die Popsoul-Gruppe, die mit Disco-Stampfern wie "I'm so excited" die Tanzflächen der Welt aufmischte.

Ihr Debüt hatten die vier Schwestern Ruth, Anita, Bonnie und June 1973, das Album hieß wie sie selbst, ihr erster Hit trug den vielsagenden Titel "Yes We Can Can".

Dem Erfolg vorausgegangen war die klassische Schule, die so viele afroamerikanische Pop- und Soulstars besuchten: Lehrjahre im Gospelchor - im Fall der Pointer Sisters in West Oakland, Kalifornien, wo ihre Eltern Prediger waren.

Bonnie und June traten anfänglich als Duo auf und tingelten durch die Clubs in der Bay Area von Kalifornien. Anita und Ruth, beide erfahrene Backgroundsängerinnen von Stars wie Taj Mahal, Boz Scaggs und Elvin Bishop, ergänzten die Truppe zum Pointer Sisters-Quartett.

Bonnie Pointer verließ die Gruppe 1977, ihre Schwestern nahmen jedoch weiter als Pointer Sisters auf und gewannen mit ihrem Album "Break Out" zwei weitere Grammys. Auch June Pointer, die jüngste der Schwestern, verließ die Band; ihr Solodebüt gab sie 1983 mit dem Album "Baby Sister".

Die 52-Jährige June sei im Kreise ihrer Geschwister gestorben, gab die Familie bekannt. Sie starb an einem Krebsleiden, das sie bereits seit letztem Jahr ans Bett fesselte.

dan/dpa/ddp