Taylor Swift über ihr zwölftes Album, Tränen am Telefon und das neue Knie ihrer Mutter - DER SPIEGEL
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Podcastdebut des Popstars Taylor Swift über ihr zwölftes Album, Tränen am Telefon und das neue Knie ihrer Mutter

Diese zwei Stunden sind für Swifties eine Goldgrube: Zum ersten Mal tritt Taylor Swift in einem Podcast auf – und hört gar nicht mehr auf zu plaudern. Es wurde albern und emotional.
Albumcover von »The Life of a Showgirl«
Albumcover von »The Life of a Showgirl«

Albumcover von »The Life of a Showgirl«

Foto: Republic Records / AP / dpa

Es ging, natürlich, um das neue Album. Und die harten Fakten sind auch schnell erzählt: Am 3. Oktober kommt das zwölfte Studioalbum von Taylor Swift raus. Sie hat es zum großen Teil am Rande ihrer jüngsten Tour in Schweden aufgenommen. »The Life of a Showgirl« wird es heißen und mit zwölf Liedern vergleichsweise kurz ausfallen. Sabrina Carpenter ist dem titelgebenden Duett dabei und die Stimmung insgesamt munterer als auf den letzten Werken. Immerhin sind die Produzenten ihres Hitalbums »1989« – Max Martin und Shellback – wieder an Bord.

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Doch um harte Fakten ging es nicht allein bei diesem Album-Rollout. Die Heerscharen der Swifties werden sich nun erst einmal auf den in dieser Nacht veröffentlichten Podcast »New Heights« stürzen. Normalerweise plaudern darin die Brüder Jason und Travis Kelce. Beide sind Footballprofis, letzterer aber nebenbei auch noch Swifts Freund. Und so passte es wohl ganz gut, dass sich die Sängerin den Podcast für ihr Debüt in dem Medium ausgesucht hatte.

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Knapp zwei Stunden lang plauderten die drei und lieferten dabei einen ganzen Schwung an Informationen, längst nicht nur rund um das neue Album. Stattdessen ging es ausgiebig um die Beziehung von Swift und Kelce, beide zeigten sich vor der Kamera (der Podcast ist auch als Video abrufbar) äußerst vertraut und liebevoll.

»New Heights«, so Swift, habe überhaupt erst dafür gesorgt, dass die beiden ein Paar wurden. Nach einer Show ihrer »Eras«-Tour hatte Kelce über den Podcast versucht, Kontakt zu dem Popstar herzustellen. Das hat dann auch vortrefflich geklappt. Das extreme öffentliche Interesse an der Beziehung lassen die beiden nach eigenen Angaben an sich abperlen. »Nach 20 Jahren im Musikgeschäft ist es eher schwer, meine Gefühle zu verletzen«, so Swift. Kelce erklärte, er habe von seiner Freundin gelernt, »wie man mit der Aufmerksamkeit umgeht wie ein Profi«.

Weitere Nuggets aus dem Gespräch:

  • Swift beschreibt ihre aktuellen Hobbys so: Backen, Kochen, Malen und Numerologie (Swifties dürfte das wenig überraschen).

  • Ihr Job und der ihres Freundes, so Swift, seien sich sehr ähnlich: »Wir verbringen beide Stunden in großen Stadien, um die Leute zu unterhalten.«

  • Von ihren älteren Alben hebt Swift besonders »Red (Taylor’s Version)« hervor – wegen des Songs »All Too Well«, der in einer Zehn-Minuten-Version zu einer Fan-Hymne geworden ist.

An einer Stelle wurde es dann emotional: bei der Frage nach den Songrechten des Megastars. Kurz zusammengefasst: Seit Jahren gehörten die Rechte an den älteren Swift-Alben jemand anderem. Die Sängerin versuchte über lange Zeit vergeblich, diese zurückzukaufen. Stattdessen nahm sie eine Reihe von Alben einfach noch einmal auf und brachte sie als »Taylor’s Version« höchst erfolgreich unter die Leute.

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Im Mai dieses Jahres dann die Meldung: Taylor Swifts Lebenswerk gehört jetzt wieder ihr. Im Podcast berichtet Swift nun unter Tränen, wie ihre Mutter und ihr Bruder die Verhandlungen zu dem Deal geführt hätten. »Ich bekam einen Anruf von meiner Mutter und sie sagte: ›Du hast deine Musik zurück.‹«

Apropos Mutter: Auch über ihre Eltern zeigte sich Swift bemerkenswert gesprächig. Und verriet gleich mehrere medizinische Details. So habe Mutter Andrea in diesem Jahr »ein neues Knie« bekommen (Taylor Swift: »Sie hoppelt durch die Gegend. Naja, so richtig hoppeln kann sie noch nicht. Aber sie schlägt sich toll.«). Bei ihrem Vater Scott war die Sache ernster: Ihm wurde jüngst ein mehrfacher Bypass gelegt. »Das ist der Sommer der Eltern-Upgrades. Wir verbessern sie stückweise und stellen sicher, dass sie mindestens 186 Jahre alt werden«, scherzte der Popstar. Im Sommer habe sie sich bei den Eltern einquartiert, um zu helfen.

Bis zum 3. Oktober ist es noch eine Weile hin. Und mehr als zwölf Lieder, da war Swift deutlich, soll es dann auch nicht geben. Aber bis dahin haben die Scharen der Swifties ja erst mal knapp zwei Stunden Podcast, die sie auswendig lernen können.

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jok