Trauerfeier: Letzter Applaus für Luciano Pavarotti - DER SPIEGEL
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Trauerfeier Letzter Applaus für Luciano Pavarotti

Etwa 50.000 Menschen haben der verstorbenen italienischen Opernlegende Luciano Pavarotti in Modena die letzte Ehre erwiesen. Auf dem Platz vor der Kathedrale verfolgten sie auf zwei großen Leinwänden die Trauerfeier für den Sänger, der mit 71 Jahren einem Krebsleiden erlegen war.
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Modena - Rund 800 geladene Gäste kamen in der Kathedrale zusammen, unter ihnen der italienische Regierungschef
Romano Prodi, der ehemalige Uno-Generalsekretär Kofi Annan sowie die Sänger Bono und Zucchero. Schon Stunden vor der eigentlichen Trauerfeier hatten sich Hunderte Italiener versammelt, um des Opernstars zu gedenken. Sie strömten
auf den Hauptplatz der Heimatstadt des Sängers, wo die ganze Zeit aus Lautsprechern Pavarotti-Arien erklangen.

Zu Beginn der Messe trug die bulgarische Opernsängerin Raina Kabaivandska sichtlich bewegt ein "Ave Maria" vor, das der Oper "Othello" von Guiseppe Verdi entnommen wurde. In einer vom Erzbischof von Modena, Benito Cocchi, verlesenen Botschaft würdigte Papst Benedikt XVI. das "außerordentliche Talent" des Ausnahme-Tenors für die "göttliche Gabe der Musik".

In seiner Predigt sprach Cocchi von "einem kleinen Jungen, dem die Natur eine außergewöhnliche Stimme geschenkt habe" und der diese hartnäckig ausbaute. Er würdigte Pavarotti als "großen Künstler, der sich niemals der Welt verschlossen" und mit seinen vielen Spenden und Wohltätigkeitsaktionen den Bedürftigen geholfen habe. Danach intonierte der blinde Sänger Andrea Bocelli "Ave Verum Corpus" von Wolfgang Amadeus Mozart.

Als Pavarottis Sarg am Ende der eineinhalbstündigen Feier aus der Kirche getragen wurde, fielen die Wartenden vor der Kirche spontan in einen donnernden Applaus. Eine Formation von zehn Kampfjets hinterließ am Himmel Kondensstreifen in den Farben der italienischen Flagge, rot-weiß-grün. Nach Angaben des Kommandeurs Massimo Tammaro geschieht dies normalerweise nur bei Staatsbegräbnissen.

Pavarotti war am Donnerstag in seiner Villa in der Nähe von Modena gestorben. Der schwergewichtige Star war im Juli 2006 wegen Bauchspeicheldrüsenkrebs operiert worden und seitdem nicht mehr öffentlich aufgetreten. Im August war Pavarotti erneut für drei Wochen in ein Krankenhaus eingeliefert worden.

Der Dom von Modena, wo der Leichnam des Tenors aufgebahrt war, blieb bis kurz vor der Trauerfeier für die Allgemeinheit geöffnet. Kondolenzbücher lagen vor der Kirche aus. Nach Schätzungen der Stadtverwaltung von Modena defilierten insgesamt etwa 100.000 Menschen während der vergangenen Tage an dem Sarg vorbei.

Im Beisein der engsten Angehörigen, darunter seine Ehefrau Nicoletta Mantonvani, soll Pavarotti im Familiengrab wenige Kilometer vom Stadtzentrum Modenas entfernt beigesetzt werden. Dort sind auch die Gräber seiner Eltern und seines tot geborenen Sohns Riccardo.

kai/AFP/AP

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