HOLLYWOOD Neue Diven
Für Hollywoods bewährte weibliche Stars war es ein hartes Jahr: Julia Roberts verkümmerte in »Ocean's Eleven« wie ein Mauerblümchen im Schatten ihrer männlichen Kollegen; Jennifer Lopez, Angelina Jolie und Sandra Bullock mussten herbe Flops verkraften; Madonna wurde für ihren Untergang in »Swept Away« gar verhöhnt und verspottet. Da war es klug von Nicole Kidman, sich rar zu machen auf der Leinwand. Zwei bislang weniger bekannte Schauspielerinnen, dunkelhäutig die eine, hellblond die andere, nutzten die Gunst der Stunde: Halle Berry erhielt für die bewegende Darstellung einer vom Leben gezeichneten Witwe in »Monster's Ball« als erste schwarze Amerikanerin den Oscar für die beste Hauptrolle, Reese Witherspoon schleuderte der Kassenerfolg ihrer Komödie »Sweet Home Alabama« in die erste Reihe von Hollywoods Spitzenverdienern. Früher habe sie sich in ihren Filmen wie Beiwerk gefühlt, »dazu da, die männlichen Helden zu schmücken«, sagte Berry. »Mir wurde oft gesagt, ich sei nicht schön genug, nicht klug genug, dumm genug oder dünn genug«, erzählte Witherspoon. Nun hat Hollywood zwei schöne, schlaue Diven mehr.