Neue Grass-Stiftung - DER SPIEGEL
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SCHRIFTSTELLER Neue Grass-Stiftung

• aus DER SPIEGEL 42/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kein anderer deutscher Schriftsteller ist derart präsent in den Medien wie der Nobelpreisträger Günter Grass, 73. Damit das auch immer so bleibt, wird am Freitag dieser Woche in Bremen die Günter-Grass-Stiftung ihre Arbeit aufnehmen - sie will Grass' von Fernsehen und Hörfunk verewigte Reden, Interviews und Lesungen sammeln und archivieren. »Film- und Tondokumente sind in der Regel schwer zugänglich«, das wolle die Stiftung bei Grass jetzt ändern, erläutert Stiftungsorganisator Jörg-Dieter Kogel, im Hauptberuf Kulturchef bei Radio Bremen. Die Bremer ARD-Anstalt dokumentiert seit zwölf Jahren nahezu jeden Auftritt des Schriftstellers und gehört neben dem Grass-Verlag Steidl und der Stadt Bremen zu den Hauptstiftern; Grass selbst habe »nichts dagegen«. Daran, dass das Millionenprojekt - weitere Stifter werden noch gesucht - die Mühe wert sei, hat Kogel keine Zweifel: Der Nobelpreisträger sei im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen Schriftstellern »ein guter Vortragskünstler«.

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