Nobelpreis
Und wieder ist es im Gange, das liebste Ratespiel der literarischen Welt: Wer erhält den Nobelpreis, wer wird -- wie Walser gesagt hat »Weltmeister im Schreiben«? Am Donnerstag dieser Woche treffen die 18 Juroren der Schwedischen Akademie ihre Entscheidung. Sie sind diesmal vorher besonders schweigsam gewesen -- einen Tip hat dennoch die Stockholmer »Expressen« gewagt: Favoriten seien Heinrich Böll und Günter Graß, möglicherweise Böll und Graß gemeinsam. Favorisiert war Böll schon im Vorjahr, als Kandidat wird er bereits seit einem Jahrzehnt genannt. Immerhin: Sein letzter Roman »Gruppenbild mit Dame« ist soeben in schwedischer Übersetzung erschienen, und noch in diesem Herbst holt der Stockholmer Verlag Bonniers auch sein Frühwerk »Wo warst du, Adam« nach.