»Nói Albinói« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Nói Albinói«

• aus DER SPIEGEL 46/2003
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erzählt von Menschen, die Angst haben, dass ihnen, sobald sie sich ins Freie wagen, das Blut in den Adern gefriert. Im äußersten Westen Islands gießt der junge Nichtsnutz Nói (Tómas Lemarquis) kochendes Wasser auf die gefrorene Erde, als er ein Grab aushebt, und wenn sich die schöne Íris (Elín Hansdóttir) an ihn schmiegt, weiß er nicht, was sie dazu bewegt - Herzenswärme oder Schüttelfrost. Das Prinzip, bloß nicht zu verharren, hat auch Regisseur Dagur Kári bei seiner sehr amüsanten Tragikomödie angewandt und schreitet zügig durch die Handlung. Mit lakonischem Humor führt er die Zuschauer durch eine trostlose und doch faszinierende Welt, in der alles so erstarrt ist, dass nur eine Lawine etwas ins Rollen bringen kann.

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