Kino in Kürze »Nora«
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DER SPIEGEL 35/2000
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»Nora«. Sie war 20, eine sinnliche Schönheit vom Land und Zimmermädchen in einem Dubliner Hotel, als sie am 16. Juni 1904 dem Jungschriftsteller James Joyce begegnete. Heute feiern Joyceaner in aller Welt dieses durch den Roman »Ulysses« verewigte Datum als »Bloomsday«, denn Nora Barnacle hat von da an als Geliebte, Mutter seiner Kinder und Lebenskraftspenderin die Existenz des schwierigen Genies Joyce geteilt. Mit Emphase schildert die irische Regisseurin Pat Murphy das erste Jahrzehnt dieser Liaison, und Ewan McGregor als verklemmter Pascha überlässt uneitel der Nora von Susan Lynch den Mittelpunkt: In ihrer Wärme und Vitalität ist schon die Kunstfigur Molly Bloom zu ahnen, die Penelope des »Ulysses«