»Nordrand«. - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Nordrand«.

• aus DER SPIEGEL 36/2000
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Zwei junge Frauen wollen Weihnachten feiern, doch ihre Laune unterm Tannenbaum ist mau. Lass uns »Ihr Kinderlein kommet« singen, drängelt die eine - aber dann retten sich beide ins Lachen: Begegnet sind sie sich nämlich in einer Abtreibungsklinik. Barbara Alberts erstaunliches Spielfilm-Debüt begleitet die blonde, aufdringliche Kuchenverkäuferin Jasmin (Nina Proll) und die dunkelhaarige, stille Schwesternschülerin Tamara (Edita Malovcic) einige Monate durch ihr Leben in einer ärmlichen Wiener Vorstadt - so nah am Alltag, als würde die Wirklichkeit abgefilmt, und zugleich so frei und verzaubert, dass kein Gedanke an Spülsteinrealismus aufkommt. Albert, 30, beharrt darauf, dass ihre privaten Geschichten von Weltpolitik erzählen: Tamara ist Serbin, das Fernsehen zeigt unentwegt Bilder vom Balkankrieg, und auf den Straßen schlagen sich illegale Einwanderer aus Rumänien und Bosnien durch, die von der Neuen Welt träumen

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