Pedro Pascal: Daddy cool - DER SPIEGEL
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Pedro Pascal Daddy cool

• aus DER SPIEGEL 10/2023
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Yui Mok / empics / picture alliance

Wenn die dritte Staffel einer Fernsehserie anläuft, ist der größte Hype oft schon vorbei. Bei Disneys »Star Wars«-Reihe »The Mandalorian« dürfte das Publikumsinteresse jetzt eher noch einmal ansteigen. Grund dafür ist Hauptdarsteller Pedro Pascal, der parallel in einer anderen Erfolgsserie zu sehen ist, der Videospiel-Adaption »The Last of Us«. Der 47-Jährige mit chilenischen Wurzeln spielt darin eine ganz ähnliche Rolle: Als einsamer Fighter für das Gute begibt er sich auf einen Roadtrip mit einem jungen Schützling. Im »Star Wars«-Universum muss er auf das kindliche Alien Grogu aufpassen, in der Post-Apokalypse von »The Last of Us« ist es ein naseweises Teenie-Mädchen. Beide Male spielt Pascal, der mit seinem Schnurrbart optisch an den unvergesslichen Siebzigerjahre-Macho Burt Reynolds erinnert, eine toughe, gleichzeitig sensible und verletzliche Vaterfigur wider Willen. Das macht er nicht nur sehr gut, er entspricht damit wohl auch einem in Krisenzeiten erhöhten Schutzbedürfnis eines vorrangig jugendlichen Publikums: Das wünscht sich den reifen, älteren Hollywood-Beau nicht mehr als harten Womanizer, sondern als coolen Daddy. Im Internet hat sich ein wahrer Kult mit Liebesbekundungen und lustigen Memes um den politisch liberal eingestellten Schauspieler entwickelt. »Pedro Pascal ist der Internet-Papi für das Ende der Welt«, schrieb das Männermagazin »GQ« – ein später Karriere-Schub für den Darsteller, der seit Ende der Neunzigerjahre schon in zahlreichen Kino- und TV-Produktionen zu sehen war, darunter auch der HBO-Blockbuster »Game of Thrones«. Kurioserweise kam der große Durchbruch erst, als er sein Gesicht unter dem blickdichten Helm des geheimnisvollen »Mandalorian« versteckte. Entzaubernd wirkte sein Auftritt in »The Last of Us«, jetzt ohne Metallkübel auf dem Charakterkopf, offenbar nicht, ganz im Gegenteil.

bor
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