Perser in der Mark - DER SPIEGEL
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THEATER Perser in der Mark

• aus DER SPIEGEL 34/2003
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Für alle, die Preußen schon immer als Trauerspiel empfunden haben, gibt es von dieser Woche an ein neues Theater-Ziel: Ausgerechnet auf dem Gelände eines ehemaligen NVA-Flughafens nahe dem urpreußischen Schlossgut Neuhardenberg im märkischen Oderland inszeniert der Schauspieler Martin Wuttke, 45, die älteste und tragischste Tragödie des Altertums, »Die Perser« von Aischylos. Von Donnerstag an spielen Sophie Rois (Atossa), Volker Spengler (Dareios' Geist) und Alexander Scheer (Boten und Xerxes) samt einer kleinen Chor-Mannschaft nahezu täglich das Klage-Drama um die Niederlage des Xerxes gegen die Griechen - nicht klassizistisch-hehr, sondern als fatales Endspiel »einer gefallenen Führungsclique im Stadium des latenten Nervenzusammenbruchs«, wie der Pressetext verspricht. Für tiefsinnige Aktualität der auch für den ZDF-Theaterkanal aufgezeichneten Produktion bürgt die neue Textfassung des Edel-Lyrikers und Antike-Fans Durs Grünbein.

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