FILM / NEU IN DEUTSCHLAND Pop mit Dick
Die Klotzköpfe (USA). Laurel und Hardy, in Deutschland als Dick und Doof populär, waren nicht gerade die Champions der Slapstick-Ära. Der Eckelkamp-Verleih will das Komiker-Tandem als Pop-Vorläufer etablieren und ließ einen Einstünder aus dem Jahre 1938 ("Block Heads") von Werner Schwier neu eindeutschen.
Kinologen zählen die »Klotzköpfe« zu den fünf besten (von 200) Laurel- und-Hardy-Stücken. Die Veteranen -- Hardy mit dem schwellenden Birnenschädel starb 1957, der mehlig-magere Laurel sieben Jahre später -- exerzieren darin ihren gewohnten Gag-Stil aus Brutalität und Infantilismus.
Der Film beginnt 1917 im Schützengraben an der Westfront. Hardy kommmandiert dem Laurel vor dem Sturmangriff: »Du bleibst hier, bis wir wiederkommen.« Nach 21 Jahren schwebt ein Flieger übers Feld und sieht Laurel noch immer auf Wacht am Rhein.
Hardy hat inzwischen geheiratet und liest froh in der Zeitung vom erretteten Laurel. Doch das Wiedersehen mündet in eine Folge von Mißgeschicken -- Autos zerschellen, Gasöfen explodieren und Ehen zerbrechen.
Zuweilen spiralt sich der grobe Klamauk allerdings in ionescomische Höhen -- auch im Dialog. »Wie hast du denn herausgefunden, daß du noch lebst?« fragt Hardy den Wiedergefundenen. »Ich habe«, sagt Laurel, »mein Bild in der Zeitung gesehen.«