Privatleben - DER SPIEGEL
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Privatleben

• aus DER SPIEGEL 9/1981
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Der russische Cellist Mstislaw Rostropowitsch, kurzbehost, am Strand von Saint-Tropez seinen Yorkshire-Terrier zügelnd; Fiat-Tycoon Giovanni Agnelli, unbehost, wie er mit mächtigem Anlauf und zugehaltener Nase von seiner Yacht ins Mittelmeer hüpft; die siebenmal verheiratete Millionenerbin Barbara Hutton, 64 Jahre alt, vor dem Pariser Hotel Plaza-Athenee auf dem Arm ihres Chauffeur-Sekretärs, des »einzigen Mannes, der sich weigerte, sie zu heiraten«; Ihre Majestät Elizabeth II., ganz marktfraulich, und Ehemann Philip, der sich (bei einem Pferderennen) auf dem Kutschbock ein Bierchen beiseite stellt -- Aufnahmen der aufs Privatleben der »Reichen und Berühmten« spezialisierten Photoreporter Daniel Angeli und Jean-Paul Dousset aus den letzten Jahren, die meisten den Abgebildeten wohl kaum willkommen, sind jetzt in einem Bildband in London erschienen: »Private Pictures« (Verlag Jonathan Cape; 4,95 Pfund). Im Vorwort philosophiert der Schriftsteller Anthony Burgess über das Verhältnis von »Starruhm« und »Mediokrität«, über das fragwürdige Vergnügen, als prominent zu gelten: »Die Götter fordern Bestrafung ... Eine der Strafen ist ein Buch wie dieses.«

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