Punkt, Punkt, Komma, Kunst! - DER SPIEGEL
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AUSSTELLUNGEN Punkt, Punkt, Komma, Kunst!

• aus DER SPIEGEL 30/2003
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Der Titel des Projekts lässt ans Rotlichtmilieu denken: »Bijou entkleidet sich«. Tatsächlich erklärt das Düsseldorfer Museum K21 das Strippen demnächst zur Kunst: Eine ungewöhnlich langbeinige Frau wird, direkt unter der Museumskuppel, ihre Hüllen fallen lassen. Die mutige Dame heißt »Bijou« - und ist ein Strichmännchen, vielmehr -weibchen. Ihr Schöpfer, der britische Maler Julian Opie, 45, breitet den Akt des Ausziehens auf 15 Stoffbahnen aus (bis April 2004). »Bijou« hat, auch wenn es schwer zu erkennen ist, ein reales Vorbild: ein Londoner Model gleichen Namens. Üblicherweise hält sich Künstler Opie an berühmtere Vorlagen, die er dann aber genauso radikal auf ein paar Charakterstriche reduziert, etwa die Hochglanz-Schönheit Kate Moss oder den Rennfahrer Jacques Villeneuve. Ihm, dem Helden der Piste, widmet der Brite im Neuen Museum Nürnberg derzeit ebenfalls eine Rauminstallation (bis 10. August): Auch die diversen Villeneuve-Porträts sind nach dem Kunstprinzip »Punkt, Punkt, Komma, Strich, fertig ist das Prominenten-Gesicht« entstanden - immerhin hat's in diesem Fall auch noch für einen Helm gereicht.

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