Raquel Welch, 82 - Nachruf - DER SPIEGEL
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Gestorben Raquel Welch, 82

• aus DER SPIEGEL 8/2023
Foto: MGM / United Archives

Wenige Jahre nach dem Tod von Marilyn Monroe wurde sie zum ersten großen amerikanischen Sexsymbol der Sechzigerjahre. Es war vor allem das Filmplakat von »Eine Million Jahre vor unserer Zeit«, das 1966 ihren Ruhm begründete. Man sah Raquel Welch darauf als Höhlenfrau in Fellbikini, bereit zum Kampf mit Dinosauriern. Dass sie mehr konnte als »von einem Felsen zum nächsten zu rennen«, wie es der Regisseur von ihr verlangt habe, zeigte Welch 1973 in »Die drei Musketiere« und gewann einen Golden Globe. Trotzdem blieb sie, wie das damals eben hieß, vor allem ein Sexsymbol – und das für nahezu 50 Jahre. 1998 kam sie in einer Liste der »Sexiest Stars of the Century«, die die Zeitschrift »Playboy« erstellt hatte, auf Platz drei, hinter Monroe und Jayne Mansfield, aber vor Brigitte Bardot. Jo-Raquel Tejada, wie sie ursprüng­lich hieß, war die Tochter eines bolivianischen Einwanderers und kämpfte ihr Leben lang um Anerkennung jenseits ihres Ausschnitts – ihre Autobiografie von 2010 nannte sie »Beyond the Cleavage«. Raquel Welch starb am 15. Februar in Los Angeles.

OEH
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