Roman-Sensation in Italien
Ein soeben erschienener Roman der italienischen Journalistin und Schriftstellerin Oriana Fallaci schickt sich an, alle Bestseller-Rekorde zu brechen: Das 800-Seiten-Werk (Startauflage 400 000) »Insciallah«, das zu Beginn der achtziger Jahre im Beirut des Bürgerkriegs spielt, zog mit seinen Verkaufsziffern bereits nach wenigen Tagen am »Foucaultschen Pendel« vorbei. Von dem Eco-Roman waren immerhin binnen 24 Stunden nach Erscheinen 25 000 Exemplare über die Ladentische gegangen. Das Fallaci-Phänomen ist um so verblüffender, als ihr Roman, ganz im Gegensatz zu dem von Umberto Eco, im Vorfeld seines Erscheinens von der italienischen Presse fast totgeschwiegen wurde. Insider wie der Leitartikler der Zeitung La Repubblica sehen die Ursache für die Zurückhaltung der Kollegen in einem Neidkomplex gegenüber der Starjournalistin, die mit verschiedenen Interviews internationales Aufsehen erregte.