Romantic Comedy: Rye Lane - DER SPIEGEL
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Empfehlung 8 Romantic Comedy: Rye Lane

• aus DER SPIEGEL 52/2023

Illustration: Studio Pong / DER SPIEGEL

Yas trifft Dom, als der bei einer Kunstausstellung über Münder in einer Unisex-Toilette um seine Beziehung weint – und schon in diesem Girl-meets-Boy-Auftakt steckt mehr Witz und Charme als in vielen anderen, immer noch stereotypverklebten romantischen Komödien dieses Jahres. Nach ihrem Zufallstreffen verbringen die beiden einen Tag zusammen, schlendern durch das bonbonbunte Südlondon, durch Peckham und Brixton, das mit seinem ikonischen Markt der heimliche Star dieser britischen RomCom ist, und breiten die noch nicht kompostierten emotionalen Schlamassel voreinander aus, die ihre jeweiligen Exe betreffen. Doms letzte Liebe endete, als er bei einem Facetime-Anruf mit seiner Freundin im Hintergrund den Penis seines besten Freundes erkannte, Yas trennte sich von ihrem Freund, weil der sich hartnäckig weigerte, vorbeifahrenden Touristenbooten auf der Themse zu winken – so erzählt sie es zumindest. Regisseurin Raine Allen-Miller gelingt eine popkulturdichte, so smarte wie warme Liebesgeschichte voller feingepinselter Details: Die Burrito-Bude, an der Yas und Dom essen, heißt »Love Guac’tually« – und was in einer Ausstellung über den Mund beginnt, muss natürlich in einer Schau über den Anus vollendet werden.

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