Schwerer Start? - DER SPIEGEL
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KULTURPOLITIK Schwerer Start?

• aus DER SPIEGEL 51/2007
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Es ist ein Posten mit Prestige: das Amt des Generaldirektors der Staatlichen Museen in Berlin. Bis Oktober 2008 hat es Peter-Klaus Schuster inne, der dann die Altersgrenze erreicht. Für ihn soll es gleich zwei Nachfolger geben, deren Namen nun durchgesickert sind. Bisher war es im Grunde ein Doppeljob: Als Generaldirektor ist Schuster der Oberaufseher von 17 Berliner Museen. Zugleich steht er den drei Häusern der Nationalgalerie als Direktor vor. Diese Funktionen werden künftig getrennt, was die Arbeitsbelastung des Generaldirektors reduziert, aber auch das Wirkungsfeld schmälert. Die Findungskommission unter Vorsitz von Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) wurde jeweils in Hessen fündig: Als Generaldirektor ist angeblich Michael Eissenhauer, 51, vorgesehen; er leitet die Staatlichen Museen Kassel und ist Präsident des Deutschen Museumsbundes. Als Direktor der Nationalgalerie wird wohl Udo Kittelmann, 49, favorisiert. Ihm untersteht das Museum Moderne Kunst in Frankfurt. Erst diese Woche fällt die endgültige Entscheidung, dann tagt der Rat der übergeordneten Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Kittelmanns Start könnte holprig werden. Er wäre als Chef der Nationalgalerie wie sein Vorgänger auf Geld und Goodwill des »Vereins der Freunde« angewiesen. Der mächtige Förderverein hatte erwartet, in dieser Nachfolgefrage gehört zu werden. Vorsitzender ist der Berliner Anwalt Peter Raue, und der zeigt sich verärgert, dass dies versäumt wurde: »Sollte die Entscheidung gefallen sein, dann erstaunt mich der unsensible Umgang. Immerhin unterstützen wir die Nationalgalerie seit Jahrzehnten.« Gegen Kittelmann selbst hat Raue nichts einzuwenden.

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