Kino in Kürze »Scream 3«.
Dies ist der letzte Schrei - versichern die Macher. Schon jetzt reicht ihre Puste bloß für ein Krächzen; man sieht dem dritten Teil der altklugen Serienkiller-Serie an, dass ihr geistiger Vater, Kevin Williamson, ausgestiegen ist und das Drehbuch einem Nachahmer überlassen hat. Das »Scream«-Team, das die Metzeleien der vorigen Folgen überlebte, versammelt sich nun in Hollywood: Ihre bluttriefende Kleinstadtmär wird zu einem Gruselfilm namens »Stab 3« verwurstet. Aus dem irrlichternden Film-im-Film-Spiel mit der Wirklichkeit - die »Scream 3«-Helden treffen irritiert auf Darsteller, die sie in »Stab 3« spielen - schlägt der Film (Regie: Wes Craven) zu wenig Kapital; stattdessen will er die Zuschauer davon überzeugen, sie hätten es nicht mit einer vulgären Fortsetzung, sondern mit dem letzten Kapitel einer Trilogie zu tun. »So what?«, hätten die Gruselexperten aus der ersten »Scream«-Folge gesagt. Aber die sind leider tot.