Statt Brett vorm Kopf - DER SPIEGEL
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INTERNET Statt Brett vorm Kopf

• aus DER SPIEGEL 14/2009
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

In den Untiefen des Internet bietet seit einiger Zeit ein Phänomen namens »Sleeveface« eine neue Betätigung für Spinner, Fans und verhinderte Künstler. Das Prinzip ist einfach: Man nehme eine Schallplattenhülle ("sleeve"), halte sie sich vors Gesicht ("face") oder einen anderen Körperteil und mache davon ein Foto. Klingt albern, ist albern, aber so unterhaltsam, dass Sleeveface zu einer Art globalem Online-Sport geworden ist. Kein Wunder, dass jetzt der Bildband zum Hype vorliegt: »Sleeveface (Be the Vinyl)«, altmodisch auf Papier gedruckt (Workman Publishing, 11,99 Euro). Die Herausgeber Carl Morris und John Rostron haben eine Auswahl herrlicher Gaga-Porträts zusammengestellt - mehr als 200 Schnappschüsse mit Papphüllen von Madonna, Nana Mouskouri oder John Travolta. Auch die Stars sind amüsiert. So schwärmt David Bowie vom »besten optischen Gag seit Ewigkeiten«.

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