Stephen King: Prominenter Zeuge - DER SPIEGEL
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Stephen King Prominenter Zeuge

• aus DER SPIEGEL 32/2022
Foto: Rick Davis / SplashNews.com / action press

»Mein Name ist Stephen King. Ich bin freiberuflicher Autor«, stellte sich der 75-Jährige vor – und sorgte für Heiterkeit im Washingtoner Gerichtssaal. Doch die Sache, für die sich der prominente Zeuge einsetzt, ist ernst. Penguin Random House gilt als größte Buchverlagsgruppe, die Bertelsmann-Tochter will die Nummer vier auf dem US-Buchmarkt, Simon & Schuster, übernehmen. Dagegen reichte das Justizministerium eine Kartellklage ein. King unterstützte mit seiner Aussage die Argumen­tation, so ein Deal gehe zulasten der Autorinnen und Autoren. Nach dem Erfolg von »Shining« (1977) sei er für höhere Vorschussforderungen ausgelacht worden – und habe den Verlag wechseln können: »Je mehr Unternehmen es gibt, desto besser.« Die fusionswilligen Firmen betonen, ihre Marken dürften untereinander um Buchdeals konkurrieren. King glaubt nicht daran: »Dann könnten genauso ein Ehemann und eine Ehefrau auf dasselbe Haus bieten. Da ginge es sehr höflich zu: ›Nach dir!‹ – ›Nein, nach dir!‹« Der Anwalt von Penguin Random House hatte keine Fragen an King, bot ihm aber an, sich mal auf einen Kaffee zu treffen.

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