Stephen King Prominenter Zeuge
»Mein Name ist Stephen King. Ich bin freiberuflicher Autor«, stellte sich der 75-Jährige vor – und sorgte für Heiterkeit im Washingtoner Gerichtssaal. Doch die Sache, für die sich der prominente Zeuge einsetzt, ist ernst. Penguin Random House gilt als größte Buchverlagsgruppe, die Bertelsmann-Tochter will die Nummer vier auf dem US-Buchmarkt, Simon & Schuster, übernehmen. Dagegen reichte das Justizministerium eine Kartellklage ein. King unterstützte mit seiner Aussage die Argumentation, so ein Deal gehe zulasten der Autorinnen und Autoren. Nach dem Erfolg von »Shining« (1977) sei er für höhere Vorschussforderungen ausgelacht worden – und habe den Verlag wechseln können: »Je mehr Unternehmen es gibt, desto besser.« Die fusionswilligen Firmen betonen, ihre Marken dürften untereinander um Buchdeals konkurrieren. King glaubt nicht daran: »Dann könnten genauso ein Ehemann und eine Ehefrau auf dasselbe Haus bieten. Da ginge es sehr höflich zu: ›Nach dir!‹ – ›Nein, nach dir!‹« Der Anwalt von Penguin Random House hatte keine Fragen an King, bot ihm aber an, sich mal auf einen Kaffee zu treffen.