»Sue« - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Sue«

• aus DER SPIEGEL 37/1998
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war Sekretärin in Manhattan, eine schicke Singlefrau Ende 30. Jetzt ist sie arbeitslos, vereinsamt, kann die Miete nicht mehr zahlen,. Sie leert ihr Glas zu schnell, schläft schlecht und hat anonymen Sex. Allmählich umweht Sue der muffige, säuerliche Geruch aller Verzweifelten. Die Abwärtsspirale ihres Lebens entwickelt einen fatalen Sog. »Sue« ist ein harsches, wahrhaftiges Porträt im Stil der Neuen Sachlichkeit. Der israelischamerikanische Filmemacher Amos Kollek, 51, sucht jene Augenblicke, in denen die Sprechpausen mehr verraten als lä- chelnd hingesagte Floskeln. Seine Hauptdarstellerin Anna Thomson, in der Filmbranche selbst mit dem Scheitern vertraut, hat eine Begabung, genau diese Augenblicke auszuloten. Ihre Sue ist nicht zu retten - und der Film eigentlich ein Requiem.

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