Kino in Kürze »Suzhou River«
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DER SPIEGEL 40/2001
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»Suzhou River« ist eine zur Kloake verkommene Wasserstraße in Schanghai, das abgründige Revier eines einzelgängerischen Videografen, des namenlosen Ich-Erzählers. Mit der Kamera streift er umher und beobachtet von seinem Fenster aus das Treiben auf dem Fluss. Da wird er eines Tages in ein geheimnisvolles Geschehen um verlorene Liebe, Verrat und Tod verwickelt. Mit hoch subjektivem Blick hat Regisseur Lou Ye eine Großstadt-Rhapsodie gedreht, einen chinesischen (aber zum großen Teil mit deutschen Geldern finanzierten) Film noir über Besessenheit und Identität, der in seiner schwebenden Rätselhaftigkeit die doppelbödigen Thriller Alfred Hitchcocks anklingen lässt.