»Tango Lesson«. - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze »Tango Lesson«.

Von Andreas Voigt
• aus DER SPIEGEL 42/1997
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Eine englische Filmemacherin spielt eine englische Filmemacherin, der nichts einfällt. Keine Leinwandidee will Gestalt annehmen, und so flieht sie ("Orlando«-Regisseurin Sally Potter) hinaus ins wirkliche Leben. Da findet sie den Sex in Gestalt des Tangos - und des tanzenden Adonis Pablo. Sie nimmt Stunden, verknallt sich und verspricht Pablo (Pablo Veron) einen Handel: Wenn er ihr das Tanzen beibringt, macht sie ihn zum Leinwandstar. Aber weil sie eine sture Angelsächsin ist, die an Gleichberechtigung glaubt, und er ein hitziger Argentinier, der seiner Herzdame am liebsten alle Schritte vorgibt, entwickelt sich ihr Paarschwof zum Geschlechterkampf. Die angestrengt essayistische Tanzstunde gewinnt nur dann Rhythmus und Schwung, wenn die Regisseurin vergißt, den Tango nur als Sinnbild ihrer Ideen zu behandeln - und sich seiner Verlockung hingibt. Denn tanzen kann Sally am Ende großartig.

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