MUSIKER Teure Mutter
Philharmonischer Liebling ist sie schon lange, und das hat, neben der Geigenkunst, den Marktwert der schönen Virtuosin stets in stolze Höhen getrieben: Anne-Sophie Mutter, 39, ist derzeit auf dem globalen Klassik-Parkett Deutschlands einziger Weltklasse-Star und mit rund 40 000 Euro Abendgage entsprechend glänzend im Geschäft. Doch wenn die Violinistin Ende dieses Monats, zum Abschluss der diesjährigen Salzburger Festspiele, sechs Mozart-Konzerte an zwei Abenden nicht nur streichen, sondern auch dirigieren wird, macht ihre Karriere auch kommerziell einen Kurssprung: Spätestens von 2003 an müssen Veranstalter die Künstlerin selbst für einen unspektakulären Kammermusikabend mit 65 000 Euro entlohnen. In Agentenkreisen heißt es, Frau Mutter werde künftig bei ihren kostspieligen Recitals auch häufig virtuose Petitessen des US-Komponisten, Dirigenten und Pianisten André Previn spielen. Na schön, dann kommen eben auch noch ein paar Tantiemen in die Familienkasse: Previn, 73, ist seit kurzem Mutters Ehemann.