Theater
Goethe brachte den Tasso auf die Bühne, Grillparzer die Sappho, Anouilh den Molière, Léhar den Goethe ("Friederike"), Graß einen Brecht namens »Chef«, Dorst den Toller, Weiss den Hölderlin -- und Gaston Salvatore will nun den Büchner bringen: Der deutsch dichtende Chilene und Dutschke-Freund Salvatore, dessen lyrisches Werk »Der langwierige Weg in die Wohnung der Natascha Ungeheuer« von Hans Werner Henze vertont und unlängst an der Deutschen Oper Berlin aufgeführt wurde, schreibt für den Suhrkamp-Theaterverlag ein Stück, das Büchner auf dem Sterbebett zeigen und »die Summe aus Büchners revolutionärer, literarischer und wissenschaftlicher Arbeit« ziehen soll. Titel: »Büchners Tod«. Uraufführung: wahrscheinlich kommenden Herbst in Darmstadt. Und wann kommt Kipphardts »Graß«?