Tod den Tüten - DER SPIEGEL
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IMBISSE Tod den Tüten

• aus DER SPIEGEL 6/2000
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Kochen könne sie kaum, sagt die Kommunikations-Designerin Nicole Menz, 27. Dafür hat sie ein Gespür für Trends und fürs Geschäft. Jetzt eröffnet sie in der Hamburger City den zweiten Suppen-Imbiss, nachdem »Nic's Soup« im Uni-Viertel sehr erfolgreich war. Auch »Soup Kultur« in Berlin, von der damals arbeitslosen Industriekauffrau Katharina Körner, 42, vor einem Jahr mit Unterstützung des Arbeitsamts gegründet, plant bereits, Lizenzen zu vergeben. Etwa ein halbes Dutzend Suppen-Bars gibt es inzwischen in Deutschland. Vorbild für alle sind Schnellrestaurants wie »Souperman« in New York oder »Soup Works« in London. Das Motto der deutschen Suppenküchen lautet: Tod der Tütensuppe. Ob Erbsensuppe oder Tom Kha Gai, eine thailändische Kokos-Zitronengras-Hühnerbrühe - die Zutaten sind meist frisch. Die Suppenköche wollen sich profilieren, indem sie ihre Werke (zwischen fünf und zehn Mark) als besonders gesund und kalorienarm anpreisen. Bei Konkurrenten wie Currywurst oder Döner fällt das allerdings auch nicht schwer.

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