ARD: Intendanten wegen Mobbings verklagt - DER SPIEGEL
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ARD Intendanten wegen Mobbings verklagt

Ausgrenzung, Diskriminierung, Missachtung: Die ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann erhebt schwere Vorwürfe gegen die Intendanten des Senderverbundes. Jetzt ist ein Gütetermin gescheitert - und den ARD-Oberen steht eine langwieriges Gerichtsverfahren wegen Mobbings bevor.
Klagt wegen Mobbings gegen ARD-Intendanten: Generalsekretärin Verena Wiedemann
Klagt wegen Mobbings gegen ARD-Intendanten: Generalsekretärin Verena Wiedemann

Klagt wegen Mobbings gegen ARD-Intendanten: Generalsekretärin Verena Wiedemann

Foto: ARD
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Berlin - Haben die ARD-Intendanten hinterrücks ihre Generalsekretärin entmachtet? Ist sie dadurch psychisch erkrankt? Solche Fragen werden demnächst das Arbeitsgericht Berlin beschäftigen: Die ARD-Generalsekretärin Verena Wiedemann, 53, hat Klage gegen die Intendanten der ARD wegen Mobbings erhoben und fordert Schadensersatz und Schmerzensgeld vom Senderverbund. Ein Gütetermin vor dem Berliner Arbeitsgericht sei gescheitert, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. Er bestätigte damit einen Bericht der "Berliner Zeitung". Einen neuen Termin für die Gerichtsverhandlung gebe es noch nicht. Die ARD wies indes Wiedemanns Vorwürfe "aufs Entschiedenste" zurück.

Wiedemanns Anwalt Hans Georg Meier sagte der Zeitung, der Prozess werde ein "Riesenverfahren". Seine Mandantin sei wegen der Missachtung durch die ARD-Intendanten schwer erkrankt und in psychischer Behandlung. In den vergangenen Jahren seien ihr schrittweise Aufgaben entzogen worden. Zu wichtigen Sitzungen sei sie nicht eingeladen worden. Als Zeugen, kündigte Meier an, wolle er alle ARD-Intendanten vorladen.

Das Generalsekretariat war 2006 unter Leitung von Wiedemann in Berlin als Interessenvertretung der ARD in der Hauptstadt eingerichtet worden. Offiziell gilt als Aufgabe der Generalsekretärin die strategische Positionierung der ARD, die Interessenvertretung nach außen und die Öffentlichkeitsarbeit mitverantwortlich zu gestalten. Tatsächlich war Wiedemann in den vergangenen Jahren aber kaum bei der Repräsentation des Senderverbundes hervorgetreten. Zu Zeiten, als sie noch die ARD-Vertretung bei der EU in Brüssel leitete, schien sie in der Branche deutlich präsenter zu sein.

Die ARD erklärte am Dienstag, Wiedemanns Behauptungen einer Ausgrenzung, Diskriminierung und Missachtung seien nicht nachvollziehbar "und aus der Luft gegriffen". Der damalige ARD-Vorsitzende Peter Boudgoust habe Wiedemann im Juni 2010 fristgerecht erklärt, dass man ihren Vertrag über den 30. Juni 2011 hinaus fortsetzen wolle. Wiedemann habe sich bislang nicht geäußert. Das Angebot gelte unverändert fort, erklärte die ARD.

In ARD-Kreisen hieß es, es gebe keine Absichten, das Generalsekretariat in Berlin aufzulösen. Ein Umzug des Büros von Berlin-Mitte zum Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) nach Charlottenburg solle nur aus Spargründen erfolgen.

hpi/dpa

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