Zuviel "Stress" "Gottschalk Live" nicht mehr live
Gottschalk in Berlin: Live ja, aber vom Band
Foto: Jörg Carstensen/ picture alliance / dpaHamburg/Berlin - Nichts gegen Live-Sendungen, aber aufgezeichnet müssen sie sein! Thomas Gottschalk präsentiert seine ARD-Vorabendsendung "Gottschalk Live" nicht mehr live. Die montags bis donnerstags um 19.20 Uhr ausgestrahlten Folgen werden bereits gegen 17 Uhr aufgezeichnet. Das teilte eine Sprecherin der Redaktion am Freitag mit. Sie bestätigte damit einen entsprechenden Bericht des Berliner "Tagesspiegels". Es werde jedoch "Live On Tape" aufgezeichnet, folglich würde die Sendung nur unwesentlich gekürzt. Bereits in der Woche vor Ostern war "Gottschalk" erstmals aufgezeichnet gesendet worden - damals wurde die Maßnahme noch als vorübergehend bezeichnet.
Die Änderung des Aufzeichnungsmodus soll demnach vor allem Gottschalk entlasten. Von ihm solle "Stress und Druck genommen werden", sagte die Sprecherin. Der Entertainer muss in den Live-Sendungen sekundengenau die Werbung und die Wettermeldungen ansagen. Eine Aufzeichnung führe zu einer "entspannteren Situation".
Die Ausstrahlung von Aufzeichnungen ist eine weitere Änderung im Sendekonzept. Zuvor wurde bereits Gottschalks Studio umgebaut und Publikum zugelassen. Dennoch steckt die Show weiterhin im Quotentief. Am Donnerstag verfolgten nach ARD-Angaben 970.000 Zuschauer die Sendung, der Marktanteil lag bei vier Prozent. Am 20. April wollen die Intendanten die Quote überprüfen und über eine mögliche Absetzung der Sendung entscheiden.