Bella Ramsey fühlte sich durch Autismusdiagnose »befreit« - DER SPIEGEL
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»The Last of Us«-Star Bella Ramsey fühlte sich durch Autismusdiagnose »befreit«

In der Schule fühlte sie sich wie ein »Weirdo«. Nun erzählt Bella Ramsey: Auf die Idee, dass sie Autismus haben könne, habe sie jemand am Set von »The Last of Us« gebracht.
Schauspielerin Ramsey: »Mehr Nachsicht mit mir selbst«
Schauspielerin Ramsey: »Mehr Nachsicht mit mir selbst«

Schauspielerin Ramsey: »Mehr Nachsicht mit mir selbst«

Foto: Amy Sussman / Getty Images / AFP

Die Rolle als Ellie in der Pilz-Zombie-Serie »The Last of Us« hat Bella Ramseys Leben verändert – und zwar nicht nur, weil es die 21-Jährige, non-binäre, schauspielende Person aus England berühmt gemacht hat. Sondern auch, weil Ramsey der Arbeit an der Show ihre Diagnose verdankt.

Wie Ramsey in einem Interview mit der britischen »Vogue«  erzählte, habe ein Crewmitglied mit einer autistischen Tochter ihr erklärt, dass es Anzeichen für Autismus bei ihr geben könne. Erst dadurch sei Ramsey auf die Idee gekommen, sich einmal formell untersuchen zu lassen. Dass dann tatsächlich die Diagnose Autismus kam, sei »befreiend« gewesen.

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In der Schule habe Ramsey sich wie ein »Weirdo« und »Einzelgänger« gefühlt und lieber Zeit mit Erwachsenen als mit den unberechenbaren Altersgenossen verbracht – und sich schon öfter gefragt, ob es etwas mit Autismus zu tun haben könnte. Ramsey leidet zum Beispiel auch unter sensorischen Problemen, die für Menschen auf dem Spektrum typisch sind, wie eine »schmerzhafte Überwahrnehmung der Mimik und Körpersprache anderer Menschen«.

Die Diagnose habe also sehr geholfen, damit umzugehen. »Sie erlaubt es mir, mit mehr Nachsicht gegenüber mir selbst durch die Welt zu gehen, auch wenn ich nicht in der Lage bin, die einfachen alltäglichen Aufgaben zu erledigen, die alle anderen hinkriegen.«

Die Neurodivergenz habe auch deutliche Auswirkungen auf Ramseys Schauspielhandwerk. »Ich habe immer Menschen beobachtet und von ihnen gelernt«, sagte Ramsey. »Diese manuelle Art zu lernen, wie ich mit den Menschen um mich herum umgehe und interagiere, hat mir bei der Schauspielerei geholfen.« Außerdem helfe die Arbeit am Set, eine tägliche Routine zu entwickeln: »Ich habe bestimmte Zeiten, und mir wird gesagt, was ich anziehen soll, wie und wo ich stehen und was ich essen soll.«

mbo

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