Die Stadt Köln zahlt doch Rundfunkgebühren - DER SPIEGEL
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Rundfunkgebühren-Streit Stadt Köln zahlt doch - aber wie 2012

Mit der Ankündigung, keine Rundfunkgebühren mehr zu entrichten, hat die Stadt Köln Furore gemacht. Jetzt zahlt sie doch. Aber auf der alten GEZ-Grundlage von 2012. Das gab eine Sprecherin bekannt. Die Einigung erfolgte mit dem WDR - obwohl der für die Abgabe gar nicht zuständig ist.
Foto: Oliver Berg/ dpa
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Hamburg/Köln - Die Stadt Köln zahlt doch wieder Rundfunkgebühren - allerdings vorerst so wie 2012 und nicht nach dem neuen System. Darauf habe sich die Stadt mit dem WDR geeinigt, sagte Stadtsprecherin Inge Schürmann am Donnerstag. Auch eine WDR-Sprecherin bestätigte das. Zuvor hatte die Stadt Köln angekündigt, die Zahlungen vorläufig einzustellen. Begründung: Sie müsse erst mal ermitteln, für was und wen genau sie nach der neuen Regelung wie viel zu zahlen habe.

Nach der vorläufigen Einigung heißt es nun, es würden gleichzeitig Gespräche geführt, wie das neue System mittelfristig doch umgesetzt werden kann. Die Stadt Köln befürchtet eine Kostenexplosion und übergroßen bürokratischen Aufwand.

Das größte Problem sieht Sprecherin Schürmann darin, dass künftig für jede Betriebstätte eine Gebühr entrichtet werden soll. Demnach müsste man sogar für einen Friedhof mit Aufenthaltsraum zahlen, sagte Schürmann, und dort werde eher weniger ferngesehen.

Beim Adressaten scheint die Stadt noch unsicher. Erhoben wird die Abgabe in Deutschland nicht vom WDR, sondern noch immer von der GEZ. Die nennt sich nun Beitragsservice. Und hat ihren zentralen Sitz in Köln.

sha/dpa